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Stadt der Zukunft: 3D-Werkzeug für Planer

23.07.2012 | 14:16 |   (DiePresse.com)

Um sich auch virtuell durch Straßen bewegen zu können, wurden dreidimensionale Karten von Wissenschaftlern des deutschen Fraunhofer Forschungszentrums entwickelt.

Stadt Zukunft 3DWerkzeug fuer

Fluglärm, das Surren von Autobahnen oder Feinstaub können für Anrainer zur Belastung werden. Als Städteplaner gilt es, so einiges zu berücksichtigen, wenn etwa neue Autobahnen oder andere Bauprojekte realisiert werden sollen. Mit Simulationsmodellen ermitteln Experten, inwieweit Nerven und Ohren der Bewohner geschont werden können. Die Daten erhalten sie als zweidimensionale Übersichtskarten, die oft schwer zu interpretieren sind, da die räumliche Information fehlt.


In Zukunft soll das einfacher funktionieren: Computergestützt virtuell und durch eine dreidimensionale Ansicht können Städteplaner durch die Straßen „laufen“. Eine 3D-Brille sei nicht erforderlich, sagen die Entwickler des "Virtual Cityscapes" der deutschen Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation sowie für Bauphysik.

Die entsprechenden Werte aus der Simulation „schweben“ an den zugehörigen Positionen in der dreidimensionalen Karte - bei Lärmdaten könnten sie etwa durch rote, gelbe oder grüne Kästen dargestellt sein (siehe Bild). Fünf Meter betragen die Abstände der Datenpunkte. Wie die Karte dargestellt wird, bestimmt der Anwender mit der Wahl des Standpunktes, er kann in Straßenzüge zoomen oder eine Übersichtsansicht wählen.

Ein weiteres Werkzeug der Wissenschaftler ist das parametrische Modellieren. Dieses beantwortet etwa die Frage nach der Gebäudeplanung. Analysiert werden zunächst die logistischen Ströme: Wie viele Menschen passieren welche Gänge? Oder, sollen in einem Gebäude etwa nur Standardfenster verwendet werden? So platziert das Programm die Fenster automatisch in passenden Abständen oder baut noch ein zusätzliches ein. (red.)