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Campus WU: Bau im Zeitplan, noch ein Jahr bis zum Vollbetrieb

19.09.2012 | 15:18 |   (DiePresse.com)

Nach 34 Monaten Bauzeit fand am Mittwoch die Gleichenfeier im Library and Learning Center von Architektin Zaha Hadid statt. Trotz Großbrand im Mai sei man im Zeit- und Kostenplan.

Der Neubau der Wirtschaftsuniversität (WU) in der Südportalstraße in Wien-Leopoldstadt liegt rund ein Jahr vor der geplanten Eröffnung im Zeit- und Kostenplan. Nach bisher 34 Monaten Bauzeit stand am Mittwoch, im von Zaha Hadid geplanten Library & Learning Center die Gleichenfeier am Programm - mittlerweile haben alle Gebäude die Dachgleiche erreicht. Der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Hans-Peter Weiss, zeigte sich bei einer Pressekonferenz zuversichtlich, eine "Punktlandung zu schaffen". Im Frühsommer 2013 soll der neue Campus fertig sein, im Herbst 2013 der universitäre Vollbetrieb starten.

Die Bauarbeiten verlagern sich nun Schritt für Schritt nach innen. Derzeit werden die Fassaden fertiggestellt und vor allem im Bereich Haustechnik gearbeitet. Insgesamt wurden laut Weiss 98 Prozent der Arbeiten beauftragt und etwa die Hälfte bereits abgerechnet. Insgesamt beträgt das Budget für den Neubau 492 Mio. Euro. Auch der Wiederaufbau nach dem Brand in einem Bauteil im Mai soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein - insgesamt ist dort ein Schaden
von 2,5 Mio. Euro entstanden.



Der neue Campus mit sechs Gebäudekomplexen umfasst rund 100.000 Quadratmeter Nutzfläche und über 50.000 Quadratmeter Freifläche zwischen Messe und Prater. Das Gelände ist damit größer als 13 Fußballfelder.

Die Errichtung des Neubaus erfolgt über eine gemeinsame
Gesellschaft von BIG und WU (Projektgesellschaft
Wirtschaftsuniversität Wien Neu GmbH). Damit sei man
"gleichberechtigter Partner", betonte WU-Rektor Christoph Badelt. Nach der entsprechenden Kapitalisierungszeit werde die WU auch Hälfteeigentümerin ihres Campus sein, der 90 Hörsäle und Seminarräume, 3000 Arbeitsplätze und knapp 5000 Lehrplätze umfasst.
Auf eine bestimmte Studierendenzahl ausgelegt sei die Uni aber nicht, so Badelt - weil es laut österreichischer Hochschulpolitik keine festgelegte Studierendenzahl geben dürfe. Was die Räume betrifft, gebe es aber ein leichtes Wachstum gegenüber dem Status quo.


Über die Nachnutzung der alten WU am Alsergrund ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Allerdings seien die Gespräche mit der Akademie der bildenden Künste und der Universität für angewandte Kunst, die während Sanierungsarbeiten an ihren Gebäuden ab Herbst
2013 vorübergehend die WU nutzen wollen, "inhaltlich bereits weit fortgeschritten", so Weiss. Und auch bei den Gesprächen mit dem Parlament, das während seines Umbaus ebenfalls in die alte WU ziehen will, sei er zuversichtlich, dass es bald zu einem Abschluss kommen
wird. (APA)