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Donaukanal: Schwimmende Gärten verzögern sich

30.03.2017 | 13:38 |  von Mirjam Marits  (DiePresse.com)

Die begrünten Überplattungen des Donaukanals lassen weiter auf sich warten. Schuld ist ein Rechtsstreit mit einem alten Bekannten: dem früheren Copa Cagrana-Pächter Norbert Weber.

Die geplanten schwimmenden Gärten bei der Kaiserbadschleuse in einer Visualisierung
Bild: APA/MA 42 

Sie hätten schon im vergangenen Jahr die neue Attraktion am Donaukanal sein sollen, nun lassen sie weiter auf sich warten: Die Rede ist von den so genannten schwimmenden Gärten, die die Stadt Wien als konsumfreien Aufenthaltsraum am und auf dem Donaukanal plant.

Drei Überplattungen, die auf Höhe des Schützenhauses das Donaukanal-Ufer mit der einstigen Kaiserbadschleuse verbinden und so einen neuen Freiraum mit viel Grün bieten sollen (siehe Visualisierung), können auch in dieser Saison nicht errichtet werden.

Der Grund ist ein mittlerweile jahrelanger Rechtsstreit: Gegen den bisherigen Pächter der Kaiserbadschleuse läuft nämlich seitens der Österreichischen Wasserstraßengesellschaft Via Donau eine Räumungsklage. Das Verfahren ist immer noch gerichtsanhängig. Damit kann die Kaiserbadschleuse noch immer nicht wie geplant an die Stadt Wien vermietet werden. Schon im Vorjahr war der nicht entschiedene Prozess der Grund, wieso sich die schwimmenden Gärten verzögert haben.

Jahrelange Klagen wegen Copa Cagrana

Der Pächter, der damit das von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) vor zwei Jahren verkündete Projekt vorläufig verhindert, ist dabei ein alter Bekannter: Norbert Weber, gegen den nun als Geschäftsführer der Boardwalk Entwicklungs Gmbh wegen der Flächen am Donaukanal prozessiert wird, war bekanntlich auch der frühere Pächter der Copa Cagrana, gegen den die Stadt jahrelang einen Gerichtsstreit geführt hat. Die wichtigste Klage wurde wie berichtet im Vorjahr zugunsten der Stadt Wien entschieden, einige Verfahren sind aber immer noch offen.

Wann die schwimmenden Gärten kommen, ist demnach noch unklar.  "Bevor der Rechtsstreit nicht abgeschlossen ist, kann eine Realisierung der schwimmenden Gärten leider nicht in Angriff genommen werden, so sehr wir das auch bedauern", heißt es aus Simas Büro.