Retailinvestment: Mangel an attraktiven Möglichkeiten
31.07.2012 | 11:51 | nig (DiePresse.com)
Der Markt für deutsche Einzelhandelsimmobilien verzeichnete im ersten Halbjahr 2012 einen deutlichen Rückgang.

Investoren in Deutschland lieben Core-Objekte (in Top-Lagen und langfristig vermietet) – doch diese sind rar. 3,2 Milliarden Euro wurden in den ersten sechs Monaten in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert, informiert das Unternehmen für Gewerbeimmobilien CBRE. Damit liegt das Investmentvolumen rund 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Dies ist auf den Mangel an entsprechenden Objekten zurückzuführen. Im zweiten Quartal stieg die Zahl der Einzelhandelsobjekte wieder, die gekauft wurden. Es wurde um 30 Prozent mehr investiert.
18 Prozent aller Retail-Investments im ersten Halbjahr (584 Millionen Euro) flossen in die Top 5-Investmentzentren Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. B-Standorte scheinen vor allem für internationale Investoren an Attraktivität zu gewinnen, dies wird auch gefördert durch eine sinkende Arbeitslosenquote und steigende Haushaltseinkommen.
55 Prozent des Einzelhandelsinvestmentvolumens (1,8 Milliarden Euro) entfielen in den beiden heurigen ersten Quartalen auf Shopping-Center. In den ersten sechs Monaten 2011 waren es nur 42 Prozent. Rechnet man die absoluten Zahlen nach, so sank das Investmentvolumen dieser Assetklasse 2012 um 31 Prozent ab. Fachmärkte beziehungsweise Fachmarktzentren machten 20 Prozent des Gesamtvolumens aus (630 Millionen Euro), Geschäftshäuser in 1A-Lagen 19 Prozent (611 Millionen Euro).
Betrachtet man die Nationalitätenverteilung der Investoren, so stammen in den Top 5-Investmentzentren 93 Prozent der investierten Gelder von deutschen Investoren. Im zweiten Quartal blieben die Nettoanfangsrenditen im Vergleich zum Jahresstart stabil. Die Spitzenrenditen liegen für attraktive Shopping-Center in A-Standorten bei fünf Prozent, für Fachmärkte und Fachmarktzentren hält die Nettoanfangsrendite bei sieben beziehungsweise sechs Prozent. Innerstädtische Geschäftshäuser in 1A-Lagen erzielen Renditen bis zu 4,75 Prozent.



