Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentare Artikel senden Senden

Paris: Immobilienbank braucht Staatsgarantien

03.09.2012 | 12:24 |   (DiePresse.com)

4,7 Milliarden Euro sollen noch diese Woche fällig sein. Insgesamt müsse die Credit Immobilier de France (CIF) mit Staatsanleihen in der Höhe von 20 Milliarden Euro gestützt werden.

Paris Immobilienbank braucht Staatsgarantien

Die angeschlagene französische Immobilienbank
Credit Immobilier de France (CIF) muss nach Medienberichten mit Staatsgarantien in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro gestützt werden. Allein in dieser Woche werde eine Absicherung über 4,7 Milliarden Euro fällig, berichteten die Tageszeitungen "Le Figaro" und "Les Echos" (Montag) unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die Gesamtgarantie werde mehr als viermal so hoch sein.

Die Regierung in Paris hatte am Wochenende angekündigt, der strauchelnden Bank zur Hilfe zu kommen, ohne jedoch Zahlen zu nennen. Zuvor waren sämtliche Versuche gescheitert, einen Käufer für sie zu finden. Die CIF hat nach negativen Ratingurteilen erhebliche Probleme, an frisches Geld zu kommen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das knapp 100 Jahre alte Institut ist auf Wohnungskredite für einkommensschwache Familien spezialisiert. Es finanziert sich nahezu ausschließlich an den Kreditmärkten.

Der Hilfsplan muss nach Angaben des französischen Finanzministeriums noch vom Parlament und von der EU-Kommission bewilligt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass die mehr als 2000 Mitarbeiter zählende CIF langfristig abgewickelt wird. Sie wird nach Regierungsangaben keine neuen Kredite mehr ausgeben. (APA)