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Bau- und Finanzfragen: Jürgen Schneider ist wieder im Geschäft

07.01.2013 | 12:47 |   (DiePresse.com)

Der ehemalige deutsche Bauunternehmer sanierte in den 1990er Jahren viele Immobilien und wurde 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Der ehemalige deutsche Bautunternehmer Jürgen Schneider ist nach seiner Milliardenpleite vor 20 Jahren wieder im Geschäft. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete, berät der 78-Jährige, der unter anderem in Leipzig alte Messehäuser prachtvoll saniert hat, zehn junge Unternehmer in Bau- und Finanzfragen.

Schneider besaß einst viele Bauwerke, die zu den schönsten Objekten in Deutschland zählen. Dazu gehören die Mädlerpassage in Leipzig, die Zeilgalerie in Frankfurt und das Bernheimer-Palais in München.

Mitte der 90er-Jahre fahndete die Polizei weltweit nach ihm: Er hatte in den 1990er Jahren für die Sanierung von meist spektakulären Immobilien in Ost und West Milliardenkredite bei Banken erschlichen. Zurück blieb ein Milliarden-Schuldenberg.

Schneider tauchte ab, im Mai 1995 wurde er in Florida verhaftet. Das Landgericht Frankfurt verurteilte ihn 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren und neun Monaten Haft. Davon musste er eine Teil absitzen. (Ag./red.)