Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentare Artikel senden Senden

Deutscher Immoboom nicht von internationalen Investoren getrieben

09.01.2013 | 12:49 |   (DiePresse.com)

Studie: Angst sei unbegründet, Immobilienkäufe und -verkäufe nicht-deutscher Finanzierer machen "weniger als ein Prozent" aus.

Studie Deutscher Immoboom nicht

Der Immobilienboom in Deutschland wird einer Studie zufolge nicht von internationalen Investoren getrieben: Käufe und Verkäufe von Immobilien hätten 2011 "weniger als ein Prozent" ausgemacht, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln am Dienstag mit.

Ausländer hätten 2011 Immobilien in Deutschland im Wert von 685 Millionen Euro gekauft. Zugleich hätten diese aber auch Grundstücke und Gebäude für 816 Millionen Euro verkauft. Der Gesamtwert ausländischen
Immobilieneigentums habe sich 2011 auf 24 Milliarden Euro belaufen.

"Die Angst, dass ausländische Investoren Deutschlands
Immobilienmarkt fest im Griff haben, ist unbegründet", erklärten die Wirtschaftsforscher. Es sei "kein Ansturm ausländischer Investoren" festzustellen. Das Immobilieneigentum von Ausländern in Deutschland
sei "wenig im Vergleich zum Immobilienvermögen der Deutschen im Ausland". Deutsche Anleger hätten 2011 im Ausland Häuser und Grundstücke im Wert von 147 Milliarden Euro besessen. Zwischen 2002 und 2011 hätten sich die Zukäufe Deutscher im Ausland auf 7,5 Milliarden  Euro summiert.

Anleger in Deutschland suchen derzeit angesichts niedriger Zinsen nach lohnenden Investitionsmöglichkeiten. Immobilien erleben
deswegen schon seit Längerem einen Boom. Zum einen bieten diese in vielen Regionen eine vergleichsweise attraktive und stabile Rendite. Zum anderen fühlen sich viele Anleger in der Euroschuldenkrise durch Investitionen in Sachwerte besser abgesichert. (APA)