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"Wealth Report": Die Zahl der Superreichen steigt

06.03.2013 | 11:26 |  (DiePresse.com)

London und New York sind nach wie vor die Lieblingsziele der Reichsten dieser Welt. St├Ądte in Asien holen auf, Monaco ist das weltweit teuerste Pflaster.

Die Zahl der Personen, die über ein Vermögen von mindestens 30 Millionen US-Dollar verfügen, ist 2012 weltweit um fünf Prozent gestiegen. Somit zählen seit Anfang diesen Jahres 8700 mehr Personen zu der Gruppe der Reichen, auch High-Net-Worth Individuals (HNWIs) genannt. Insgesamt ist deren Vermögen vergangenes Jahr um 566 Milliarden US-Dollar auf 26 Billionen US-Dollar angewachsen. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent, heißt es in dem am Mittwoch in London präsentierten "Wealth Report" von dem Immobilienberater Knight Frank. In den nächsten zehn Jahren sollen weitere 95.000 Personen die Marke von 30 Millionen US-Dollar knacken. Die Zahl der Reichen würde damit um weitere rund 50 Prozent steigen.

"Die größte Konzentration von privatem Vermögen findet sich aktuell in den etablierten Zentren in Nordamerika und Europa“, kommentiert Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. "Asien, Latein-Amerika und der Nahe Osten holen indes beträchtlich auf. In den nächsten zehn Jahren wird die Zahl der Reichen in Städten wie Sao Paulo, Peking und Mumbai stark steigen“.

Laut dem „Attitudes Survey“ im Wealth Report – einer Befragung von 15.000 Kunden mit einem Gesamtvermögen von rund einer Billion US-Dollar durch ihre Berater – sind London und New York unverändert die beliebtesten Standorte für Reiche. Asiatische Städte holen allerdings auf.

Monaco: Teuerstes Pflaster der Welt

Der wachsende Einfluss Asiens zeigt sich im ebenfalls im Wealth Report veröffentlichten „Prime International Residential Index“ (PIRI), der Preisveränderungen an 80 wichtigen internationalen Standorten für Luxuswohnimmobilien erfasst. Demnach sind die Preise für Luxuswohnimmobilien durch eine wachsenden Mittelschicht in Indonesien 2012 in Jakarta (38 Prozent) und Bali (20 Prozent) am stärksten gestiegen. Monaco ist laut Knight Frank weiterhin der weltweit teuerste Markt für Wohnimmobilien im Luxussegment: für den Quadratmeter ist hier zwischen 57.600 und 63.700 US-Dollar zu bezahlen.

Auch die Preise im chinesischen Kanton und Schanghai haben zweitstellig zugelegt, in erster Linie haben chinesische Investments in Hongkong zu einem Preiszuwachs von 8,7 Prozent geführt. Und das, obwohl die Regierung Maßnahmen gegen eine Überhitzung der Immobilienmärkte ergriffen hatte.

Luxusgüter wie Oldtimer mit super „Rendite“

Besonders die Vermögenden aus China haben 2012 mehr in Luxusgüter wie Kunst, Wein, Oldtimer, Münzen und Uhren investiert. Der „Luxury Investment Index“ von Knight Frank belegt, dass der Wert für Oldtimer in den letzten zehn Jahren mit einem durchschnittlichen Plus von 395 Prozent am stärksten zugenommen hat. Sämtliche Luxusgüter haben sich in der letzten Dekade im Schnitt um 175 Prozent verteuert. In 2012 betrug das Plus 6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr haben die Reichen 2012 auch mehr Geld für wohltätige Zwecke ausgegeben. Insbesondere HNWIs aus Asien und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) haben hier ihre Budgets erhöht. (Ag./red.)

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