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Handelsbeteiligungen: Signa verlegt sein Kompetenzzentrum nach Zürich

13.07.2017 | 10:35 |   (DiePresse.com)

Die Beteiligungen wie Karstadt und KaDeWe werden in der Signa Retail Selection in der Schweiz konsolidiert. Die Signa Holding behält ihren Sitz in Wien.

Goldenes Quartier in Wien
Goldenes Quartier in Wien / Bild: (c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER) 

Die Signa-Holding rund um den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko konsolidiert ihre deutschen Handelsbeteiligungen wie Karstadt, KaDeWe und einige Online-Händler in der Signa Retail Selection in Zürich. Das schreibt die "Handelszeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe unter Verweis auf das Schweizer Handelsregister. Signa-Sprecher Robert Leingruber bestätigte den Bericht am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Die Signa Holding bleibt laut Firmensprecher in Wien, an der Besteuerung der einzelnen Signa-Unternehmen ändert sich nicht. Der in der Schweiz lebende frühere Migros-Topmanager Dieter Berninghaus leitet das Handels-Kompetenzzentrum der Signa von Zürich aus. Seit September 2016 ist Berninghaus als Chairman der Signa Retail im Amt. Zu Signa Retail gehören unter anderem das deutsche Luxus-Warenhaus KaDeWe, die Warenhauskette Karstadt, ein Joint-Venture mit der italienischen Gastro-Kette Eataly und diverse Online-Händler, unter anderem der größte Online-Bike-Händler Kontinentaleuropas Probikeshop.

Keine Änderung der Besteuerung

Die Signa-Holding gehört zu 90 Prozent der Familie Benko Privatstiftung und zu 10 Prozent Ernst Tanner, dem Verwaltungsratspräsidenten des Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli. Das Immobilien-Bestandsportfolio der Signa Real Estate beläuft sich nach Firmenangaben auf rund 7,5 Mrd. Euro und das Developmentvolumen beträgt 5 Mrd. Euro. Die Signa Retail Gruppe erzielte zuletzt mit 20.000 Mitarbeiter einen gruppenweiten Umsatz von über 3,8 Mrd. Euro.

Laut Handelszeitung" will Berninghaus für Signa Retail einen Beirat organisieren. Er soll mit Handelsexperten besetzt werden und bei der Weiterentwicklung von Signa zu einem großen europäischen "Omni-Channel"-Händler helfen. (APA)