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Ländervergleich: Wohnimmobilien in Zürich mehr als drei Mal so teuer wie in Graz

18.10.2017 | 12:46 |   (DiePresse.com)

Durchschnittsösterreicher können sich laut einer Erhebung von Immowelt.at mit einer Kaufkraft von knapp 22.600 Euro pro Jahr fünf Quadratmeter leisten.

Symbolbild
Symbolbild / Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH) 

Geht es nach den aktuellen Angebotspreisen für Wohnungseigentum in den fünf größten österreichischen Städten - Salzburg, Innsbruck, Wien, Linz und Graz - kann sich ein Durchschnittsösterreicher mit einer Kaufkraft von knapp 22.600 Euro pro Jahr gerade einmal fünf Quadratmeter leisten. Nicht viel besser geht es den Deutschen oder Schweizern, legt man den Berechnungen eine Auswertung des Immobilienportals immowelt.at zugrunde.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung des Immoportals summierten sich in den ersten drei Quartalen dieses Jahres die Angebotspreise für jeweils einen Quadratmeter einer Eigentumswohnung oder eines Hauses in den fünf größten österreichischen Städten auf 21.370 Euro. Diese fünf Quadratmeter aus fünf Städten kosten zufälligerweise ähnlich viel wie die Kaufkraft je Einwohner und Jahr (22.597 Euro) ausmacht. Als Quelle für die Kaufkraft gibt das Portal GfK GeoMarketing an.

Die Kaufpreise (Median, Quartale 1-3 2017) für Eigentumswohnungen und Häuser, Quelle: immowelt.at
Zürich10.940 Euro
Genf10.690 Euro
Lausanne8180 Euro
Basel7640 Euro
München6520 Euro
Bern5830 Euro
Salzburg5170 Euro
Innsbruck4930 Euro
Wien4500 Euro
Frankfurt3970 Euro
Hamburg3790 Euro
Linz3440 Euro
Graz3330 Euro
Berlin3320 Euro
Köln2940 Euro

Ähnliches gilt auch für Deutschland und die Schweiz

In den fünf größten deutschen Städten summieren sich die jeweiligen Quadratmeterpreise auf 20.540 Euro bei einer Kaufkraft von 22.239 Euro und in der Schweiz auf 43.280 Euro bei einer Kaufkraft von 42.142 Euro je Einwohner und Jahr.

Ohne Berücksichtigung der Kaufkraft liegen die größten Schweizer Städte unangefochten an der Spitze des Rankings. In Zürich wurde in den ersten drei Quartalen ein Quadratmeter einer Wohnimmobilie im Median mit 10.930 Euro angeboten. Das ist etwa drei Mal so teuer wie in Graz, wo ein Quadratmeter mit 3330 Euro offeriert wurde. Das teuerste Pflaster in Österreich ist nach wie vor Salzburg mit 5170 Euro, gefolgt von Innsbruck mit 4930 Euro, Wien mit 4500 Euro und Linz mit 3440 Euro.

In Deutschland kommt der Kauf einer Wohnimmobilien in München am teuersten. In der bayerischen Stadt kostete ein Quadratmeter 6520 Euro. In der deutschen Hauptstadt Berlin waren es vergleichsweise geringe 3320 Euro.

Wachstumsgrenzen kleinerer Städte

Ein Grund für höhere Preise in kleineren Städten sei, dass diese schneller an ihre Wachstumsgrenzen stoßen. Neubauten werden immer seltener und Bestandsimmobilien steigen im Wert, so das Immobilienportal in einer Presseaussendung am Mittwoch.

In allen drei Ländern sei bei den Preisen noch Luft nach oben, so das Immobilienportal. Dies zeige ein Vergleich mit London und Paris, wo 2016 die Quadratmeterpreise bereits jenseits der 16.000 bzw. 12.000 Euro-Marke lagen. (APA)