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Ranking: Hongkong ist der weltweit teuerste Büromarkt

01.12.2017 | 11:29 |   (DiePresse.com)

Der Office Space Across The World Report von Cushman & Wakefield untersucht die Mietkosten von 215 Büromärkten in 58 Ländern weltweit. Das Londoner West End wurde heuer von Hongkong überholt.

Symbolbild Hongkong
Symbolbild Hongkong / Bild: (c) EPA (Adrian Bradshaw) 

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie von Cushman & Wakefield hat Hongkong das Londoner West End als teuersten Büromarkt abgelöst. Der jährliche Office Space Across The World Report untersucht die Mietkosten von 215 Büromärkten in 58 Ländern weltweit. Das Ranking basiert auf den Mieten und Nebenkosten sowie der Arbeitsplatzdichte in neuen und kernsanierten Büroflächen.

In Hongkong führten der Flächenmangel und die starke Nachfrage von Unternehmen vom benachbarten chinesischen Mutterland zu einem Kostenanstieg um 5,5 Prozent auf 27.431 US-Dollar. Steigende Mieten haben zur Folge, dass sich immer mehr multinationale Unternehmen in dezentralen Standorten mit geringeren Mietkosten niederlassen. So können beispielsweise bei gleichen Mietkosten 100 Mitarbeiter in Hongkong, 300 in Toronto, 500 in Madrid und 900 in Mumbai untergebracht werden.

In London hingegen fielen die Kosten insbesondere wegen der Währungsabwertung seit 2016 um 19 Prozent auf durchschnittlich 22.665 US-Dollar pro Arbeitsplatz pro Jahr. Paris gehört trotz eines Kostenrückgangs zu den Top Ten, obwohl dort die Kosten um die Hälfte geringer sind als in London. Die teuersten deutschen Städte sind München mit 9.784 US-Dollar auf Rang 17 der Welt und Frankfurt mit 8.427 US-Dollar auf Rang 25. Berlin (6.883 US-Dollar) steht auf Rang 43.

Auf globaler Ebene stiegen die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Arbeitsplatz in den vergangenen 12 Monaten um 1,5 Prozent. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung in Nord- und Südamerika und in der Region Asien/Pazifik mit einem Kostenanstieg von 4,2 beziehungsweise 3,4 Prozent. Die Region EMEA verzeichnete einen Rückgang von 1,3 Prozent. Währungsschwankungen verursachten einige der größten Änderungen in dem Ranking. Bei lokaler Kostenbetrachtung wird dieser Faktor in den kommenden Jahren für international agierende Unternehmen eine größere Rolle spielen als die Entwicklung der Immobilienmärkte.

Parallel zu den steigenden Mietkosten hat bei globaler Betrachtung auch die Belegungsdichte von Büroflächen mit Mitarbeitern  im Jahr 2017 zugenommen. Arbeitgeber, insbesondere in den traditionellen "Power Cities" wie beispielsweise New York, London, Tokio und Hongkong, wollen die steigende Anzahl an Mitarbeitern so effizient wie möglich unterbringen und damit den größtmöglichen Nutzen aus den gestiegenen Mietkosten erzielen.