US-Hausbesitzer entlastet: Milliardenvergleich mit Banken
09.02.2012 | 18:01 | (DiePresse.com)
US-Banken müssen gepfändeten Hausbesitzern 25 Milliarden Dollar zahlen. Der Justizminister verspricht einen besseren Schutz für die Hauseigentümer.

Zahlreiche amerikanische Hausbesitzer dürfen mit Erleichterungen bei ihren hohen Kreditbelastungen rechnen. Die USA haben einen 25 Milliarden Dollar (18,8 Milliarden Euro) schweren Vergleich mit den fünf größten Kreditinstituten des Landes geschlossen, wie Justizminister Eric Holder am Donnerstag in Washington verkündete.
Hintergrund sind die in der Wirtschaftskrise stark gesunkenen Preise für Eigenheime und fehlerhafte Pfändungen von Häusern säumiger Schuldner. Etliche Hausbesitzer verloren in der Finanzkrise ihr Heim.
Finanzielle Hilfe für Kreditschuldner
Der Vergleich ermögliche eine finanzielle Hilfe und sorge dafür, dass die Hausbesitzer in der Zukunft besser geschützt seien, erklärte das Justizministerium, das mit den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten zusammengearbeitet hatte. Bis Mittwochabend hatten 42 Staaten ihre Unterstützung bekundet.
Mehr als eine Million Hausbesitzer könnten so von geringeren Zinszahlungen und einem teilweisen Schuldenerlass durch die Banken profitieren. Die durchschnittliche Hilfe für Hausbesitzer wird auf jeweils rund 20000 Dollar geschätzt. Damit wollen die Banken und die beteiligten US-Bundesstaaten einen Schlussstrich unter die zweifelhaften Vorgänge bei der Exekution von Zwangsräumungen ziehen.
Die betroffenen Kreditinstitute sind die Bank of America, JPMorgan Chase, Wells Fargo, die Citigroup und Ally Financial. Schuldner im ganzen Land würden unter anderem von einer günstigeren Refinanzierung profitieren, sagte Holder. Ein staatlicher Aufseher soll künftig zudem dafür sorgen, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Die betroffenen Banken wollen der Vereinbarung zustimmen und haben bereits milliardenschwere Rückstellungen für die erwarteten Kosten gebildet.
(APA/Ag.)














