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Auf dem heimischen Markt tummeln sich internationale Investoren

15.01.2013 | 15:43 |   (DiePresse.com)

Im europäischen Vergleich ist laut einer Umfrage der österreichische Immobilienmarkt attraktiver als 2012, Wien bleibt Favorit für Büro- und Wohninvestments.

heimischen Markt tummeln sich

Österreichs Immobilienmarkt gewinnt im europäischen Vergleich zunehmend an Attraktivität. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young hervor. 21 heimische Marktteilnehmer - Banken, geschlossene Fonds sowie börsenotierte und staatliche Gesellschaften – haben sich daran beteiligt. In dem Trendbarometer wird auch die zunehmende Tendenz zu internationalen Käufern und Verkäufern erwähnt.

Das Volumen und die Anzahl der Immobilientransaktionen in Österreich sollen sich 2013 ebenso erhöhen wie die Preise für Büro-, Wohn- und Einzelhandelsimmobilien in guten Lagen. Man erwartet größere Immobiliendeals, mit einem insgesamt steigenden Transaktionsvolumen rechnen mehr als sieben von zehn Befragten.

Zwei Drittel der Befragten rechnen heuer mit mehr Cross-Border-Transaktionen. Angesichts der zunehmenden Regulierung (Basel III) dürften sich die Banken bei der Finanzierung weiterhin zurückhalten, meinen 85 Prozent. Dafür dürften verstärkt Versicherungsgesellschaften bei der Immobilienfinanzierung auf den Plan treten. Im Vorjahr sahen erst 36 Prozent der Befragten Versicherungen als neue Fremdkapitalgeber, mittlerweile sind es fast 90 Prozent.

Die erwartete hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland dürfte die Preise weiter in die Höhe treiben. Es wird mit einer Verteuerung der Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Top-Lagen gerechnet - vor allem in Wien und Salzburg.

„Neben Einzelhandelsimmobilien bleiben auch Wohnimmobilien des Investors Liebling", sagte Erich Sorli, Geschäftsführer bei Ernst & Young in Wien. An Top-Standorten dürften sich auch Wohnobjekte verteuern – wobei Linz genauso gefragt wie Wien sei.

Haupttreiber für die Immobilientransaktionen ist den befragten Marktteilnehmern zufolge in fast allen Ländern die Eurokrise und in weiterer Folge die Furcht vor hoher Inflation. In Ländern mit Fremdwährungen und im Süden Europas wirke sich die „Flucht in Immobilien" etwas weniger deutlich aus. (red)