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Ex-Porsche-Chef Wiedeking scheidet bei Benkos Signa aus

27.03.2017 | 13:18 |   (DiePresse.com)

Angeblich gab es Differenzen zischen Wiedeking und Signa-Chef Rene Benko. Wiedeking soll sich über mangelnde Transparenz beschwert haben.

Bild: Reuters 

Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (64) hat all seine Ämter bei dem Karstadt-Eigentümer Signa niedergelegt. Wiedeking sei "über viele Jahre strategischer Beirat und Investor" von Signa gewesen und habe sein Engagement nun beendet, hieß es laut dpa in einer Erklärung am Freitag. Angaben über den Grund gab es nicht.

Das Managermagazin sieht zunehmende Differenzen zischen Wiedeking und Signa-Chef Rene Benko (39) als Auslöser für die Trennung. Wiedeking verlasse nicht nur den Beirat von Benkos Obergesellschaft Signa Holding und den Aufsichtsrat der Signa Prime Selection. Er und seine Familie werden auch als Miteigentümer der Signa Prime ausscheiden, zu der Einzelhandelsimmobilien wie der Berliner Einkaufstempel KaDeWe und das Hamburger Alsterhaus gehören. Laut Managermagazin hält die Familie 4 Prozent, davon Wiedeking 2,71 Prozent, seine Ehefrau und seine beiden Kinder jeweils 0,43 Prozent.

 
"Wiedeking soll sich immer öfter über eine unklare Strategie und mangelnde Transparenz der Entscheidungsprozesse bei Signa beklagt haben. Benko und seine Führungsriege hingegen waren zunehmend genervt von den Nachfragen, Bedenken und Einwänden des ehemaligen Automanagers", schreibt das Managermagazin.

Das Managermagazin spekuliert, dass sich der Anteil der Familie Wiedeking seit ihrem Einstieg vor etwa sechs Jahren im Wert mehr als verdoppelt habe. Dazu kam noch eine hohe Dividende. Ihre Aktien dürften 50 bis 60 Millionen Euro wert sein, schätzt die Zeitschrift.