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Immofinanz macht Millionengewinn

29.08.2017 | 18:54 |   (DiePresse.com)

Der Verkauf des Russland-Geschäftes soll bis Jahresende stehen. Eine Basiusdividende von sechs Cent je Aktie wird angestrebt.

FILE PHOTO: The logo of Austrian real estate group Immofinanz is pictured on top of the company's headquarters building in Vienna
Immofinanz macht Millionengewinn / Bild: REUTERS 

Wien (APA) - Der börsennotierte Immobilienkonzern Immofinanz hat im ersten Halbjahr 2017 über 100 Mio. Euro Gewinn ausgewiesen. 105,3 Mio. Euro Konzerngewinn stehen unterm Strich, ohne dem Russland-Geschäft, das noch heuer verkauft werden soll, waren es sogar 113,1 Mio. Euro Gewinn, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Im ersten Halbjahr 2016 hatte es einen dreistelligen Millionenverlust gegeben.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 wird die Ausschüttung einer Basisdividende von EUR 0,06 je Aktie angestrebt. Außerdem werde wie angekündigt an der Abtrennung der Moskauer Einzelhandelsimmobilien gearbeitet. "Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit Kaufinteressenten und sind zuversichtlich, die Transaktion wie geplant bis Jahresende umsetzen zu können" heißt es in der Mitteilung. Danach soll die geplante Verschmelzung mit der CA Immo weiter verfolgt werden.

Mieterlöse stabil

Das bereits als "nicht fortgeführtes Geschäft" ausgewiesene Russland-Geschäft brachte im ersten Halbjahr 2017 einen Verlust von 7,9 Mio. Euro, im ersten Halbjahr 2016 hatte es sogar ein Minus von 119,4 Mio. Euro gegeben. Die Mieterlöse aus Russland sind nach der Aufwertung des Rubels um 13,9 Prozent auf 43,4 Mio. Euro gestiegen. Die fünf Moskauer Einkaufszentren wiesen zum 30. Juni 2017 einen Immobilienwert von 976,4 Mio. auf, etwas weniger als Ende 2016 (1.024,1 Mio. Euro).

Die Mieterlöse entwickelten sich im 1. Halbjahr 2017 stabil und betrugen 114,9 Mio. Euro nach 115,9 Mio. im 1. Halbjahr 2016. Aus Immobilienverkäufen gab es einen Gewinn von 2 Mio. Euro. Das Verkaufsvolumen betrug 122,8 Mio. Euro.

Das operative Ergebnis lag mit 33,8 Mio. Euro unter den 49,8 Mio. Euro des Vergleichszeitraums. Der Vorsteuergewinn (EBT) machte 140,2 Mio. Euro aus, darauf wurden 27,0 Mio. Euro Steuern fällig.

Der nachhaltige FFO 1 (exklusive Ergebnis aus Immobilienverkäufen und Immobilienentwicklung) ist von 10,3 auf 43,3 Mio. gestiegen, der FFO 2 (inklusive Ergebnis aus Immobilienverkäufen) auf 45,4 Mio. Euro, nach einem Verlust von 2,2 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Der EPRA Net Asset Value stieg um 9,2 Prozent auf 3,29 Mrd. Euro (31. Dezember 2016: 3,01 Mrd. Euro). Aufgrund der höheren Aktienanzahl und der potenziellen Verwässerung durch die Wandelanleihe 2018 ergibt sich allerdings ein Rückgang des EPRA NAV je Aktie von 3,12 Euro Ende 2016 auf 2,90 Euro.

(APA)