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Gewerbeimmobilien boomen: Rekordjahr 2017

11.10.2017 | 11:42 |   (APA)

Büros und Geschäftsflächen finden heuer laut Immobiliendienstleister CBRE reißenden Absatz: Alleine in den ersten drei Quartalen flossen in Österreich rund vier Mrd. Euro in den Kauf von Gewerbeimmobilien.

Hauptbaufeld Überblick Austria Campus
Hauptbaufeld Überblick Austria Campus / Bild: Signa 

Büros und Geschäftsflächen finden heuer reißenden Absatz: Alleine in den ersten drei Quartalen flossen in Österreich rund 4 Mrd. Euro in den Kauf von Gewerbeimmobilien, bis zum Jahresende sollen es 4,5 Mrd. Euro werden, erwartet der Immobiliendienstleister CBRE. Im bisherigen Rekordjahr 2015 betrug das Transaktionsvolumen 3,9 Mrd. Euro, im Vorjahr nur 2,7 Mrd. Euro.

"2017 ist ein absolutes Rekordjahr, in keinem anderen Jahr wurde bisher - so lange es Aufzeichnungen gibt - so viel investiert", teilte Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich, am Mittwoch mit. Mit seinem Team begleitete er heuer Transaktionen im Volumen von etwa einer Mrd. Euro, so beispielsweise auch den Austria Campus mit rund 200.000 Quadratmetern im zweiten Wiener Gemeindebezirk, der mit mehr als 500 Mio. Euro auch den wertmäßig größten Verkauf des Jahres darstellt.

Im Trend liegen großvolumige Transaktionen

"Großvolumige Transaktionen von mehr als 100 Mio. Euro sind im Trend - in den ersten drei Quartalen des Jahres wurden bereits zehn Deals in dieser Größenordnung getätigt, fünf davon alleine im dritten Quartal", so Fichtinger.

Besonders stark gefragt sind heuer Büroimmobilien - diese stellten einen Anteil am Investitionsvolumen von rund 64 Prozent (Jänner bis September), im dritten Quartal waren es sogar 72 Prozent. Die meisten Immobilien-Engagements kamen laut CBRE vonseiten deutscher Investoren - mit rund 58 Prozent des Investitionsvolumens in den ersten neun Monaten.

Die Renditen sind den Angaben zufolge im dritten Quartal gegenüber dem Quartal davor leicht gesunken - bei Büroimmobilien lagen sie per Ende September bei etwa 3,9 Prozent, bei Einzelhandelsimmobilien zwischen rund 3,3 Prozent (Haupteinkaufsstraßen) und etwa 5,6 Prozent (Fachmarktzentren). (APA)