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Meinl Bank: Rückkehr ins Immobiliengeschäft

15.07.2011 | 12:38 |   (DiePresse.com)

Vier Jahre nach Auffliegen der Meinl European Land-Affäre will das Institut erneut Anlegern Immobilienpapiere verkaufen. Investiert werden soll in fertige Gewerbeimmobilien im CEE-Raum.

Wien - "Wir wollen neue Immobilienprodukte auf den Markt bringen", verrät Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl im Gespräch mit dem Wochenmagazin "Format". Die Pläne dafür seien schon "sehr, sehr konkret". Ab Herbst ist dieses Unterfangen möglich, denn bis dahin gilt noch ein Wettbewerbsverbot, das zugunsten des Meinl European Land (MEL)-Käufers Atrium eingeräumt wurde. Dann will das Institut mit zwei Produkten, einem konservativeren und einem riskanteren auf den Markt kommen. Das konservativere soll in Immobilien im nahen CEE-Raum investieren. Das riskantere in Immobilienentwicklung in der Ukraine und Russland.

Mehrere 100 Millionen Euro will die Bank dafür von Anlegern eintreiben. Mit intensiverer Beratung will die Bank das Kapitel MEL vergessen machen. 2010 bilanziert die Meinl Bank mit minus 600.000 Euro negativ, auf Konzernbasis betrug der Verlust 7,2 Millionen Euro. Insgesamt hat das Institut mehr als 50 Millionen Euro für Rechtssttreitigkeiten in den letzten Jahren ausgegeben. In der Bilanz 2010 wurden noch einmal 48 Millionen Euro zurückgestellt. (APA)