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Hotelinvestments: Volumen in Österreich beinahe verdoppelt

15.02.2012 | 13:28 |   (DiePresse.com)

Imperial, Bristol, Ritz-Carlton: Einige Hotels in Wien haben 2011 den Eigentümer gewechselt. Das sorgte für einen Anstieg des Transaktionsvolumens auf 420 Millionen Euro.

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Viel Bewegung gab es im Vorjahr auf dem österreichischen Hotelimmobilienmarkt - vor allem in Wien, wo einige Luxushotels jetzt neue Eigentümer haben. So erwarb Starwood Hotels & Resorts die Mehrheitsanteile am Hotel Imperial, die Sacher-Gruppe kaufte das Bristol.

Einer der größten Deals des Vorjahres war der Verkauf des noch nicht eröffneten Ritz Carlton Hotels am Stubenring mit rund 24.000 Quadratmetern Nutzfläche. Es ging an den kasachischen Investor Verny Capital. Das InterContinental Vienna wurde - als Teil eines sieben Hotels umfassenden Morgan-Stanley-Portfolios - an einen libanesischen Geschäftsmann verkauft, die Invesco Real Estate aus Luxemburg erwarb für 170 Mio. Euro die NH Hotels am Flughafen Wien und im Zentrum von Salzburg gemeinsam mit drei deutschen NH Hotels.
Auch das Schlosshotel Velden am Wörthersee wechselte den Eigentümer und gehört nun der - Karl Wlaschek zugerechneten - Amisola Immobilien AG. Den operativen Betrieb übernahm bereits im Herbst 2011 die Falkensteiner Michaeler Tourism Group; Verkäufer war die Hypo Alpe Adria.
Laut dem weltweit tätigen Immobiliendienstleister CRBE erreichte das Investitionsvolumen am heimischen Hotelmarkt im Vorjahr insgesamt 420 Mio. Euro und hat sich damit gegenüber 2010 fast verdoppelt. 23 Prozent des Volumens entfielen auf inländische Käufer, darunter viele Privatinvestoren. Die ausländischen Investoren stammen großteils aus nichteuropäischen Ländern wie Kasachstan, Libanon, USA. Die Renditen halten sich in Grenzen, bei Luxushotels in der Wiener Innenstadt liegen sie teilweise unter fünf Prozent. Dennoch rechnet Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich, auch für heuer vor allem in Wien mit "einigen spannenden Deals".

Aufwärtstrend auch in Deutschland

Auch am deutschen Hotelimmobilienmarkt ging es 2011 weiter aufwärts. Das Investitionsvolumen stieg um 22,4 Prozent und erreichte rund 1,1 Mrd. Euro, nachdem es sich bereits 2010 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hatte. Der aktivste Markt war Frankfurt mit über 350 Mio. Euro, gefolgt von Berlin mit 220 Mio. Euro. Für 60 Prozent des Transaktionsvolumens waren ausländische Investoren verantwortlich, vor allem solche aus Norwegen, Großbritannien und der Schweiz.