Seestadt Aspern: Größtes Holz-Hochhaus der Welt geplant

25.02.2015 | 14:04 |   (DiePresse.com)

Rund 65 Millionen Euro investiert die Kerbler-Gruppe in das Projekt "HoHo". Auf rund 4000 Quadratmeter Grundstücksfläche soll bis 2018 der 84 Meter hohe Turm in Hybridbauweise realisiert werden.

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Das Modell sieht noch ein bisschen nach Bauklötzen aus, in der Realität soll es dann 84 Meter hoch werden: Das größte Holzhochhaus der Welt dürfte ab Frühling 2016 in der Wiener Seestadt Aspern wachsen. Nach zwei Jahren Bauzeit sollen auf 24 Stockwerken ein Restaurant, ein Hotel, Apartments, Büroflächen und Wellness- bzw. Gesundheitsbereiche untergebracht werden.

Rund 65 Millionen Euro fließen in das Projekt "HoHo" wie Caroline Palfy, Projektentwicklerin der zuständigen Kerbler Gruppe am Mittwoch bei einer Pressekonferenz sagte. Derzeit befinde man sich im baubehördlichen Verfahren, schilderte Architekt Rüdiger Lainer. Da man schon im Vorfeld sehr eng mit den Behörden zusammen gearbeitet habe, erwarte man sich dabei allerdings keinerlei Probleme.

Ressourcenschonende Bauweise

Die Bruttogesamtfläche des Turms, der direkt neben der U-Bahn-Station "Seestadt" entstehen wird, soll 25.000 Quadratmeter betragen. Besonderes Augenmerk legten die Planer dabei auf eine ressourcenschonende Bauweise: "Vergleicht man es mit einem Stahl-Beton-Hochhaus, sparen wir 2.800 Tonnen CO2-Äquivalente. Dad bedeutet, man könnte 1.300 Jahre lang täglich 40 Kilometer Auto fahren", rechnete Lainer vor.

Die Herausforderung bei einem Holzhochhaus - rund ein Dreiviertel des Gebäudes wird aus dem Naturmaterial bestehen - liegt vor allem auch im Brandschutz. Den strengen Auflagen will man mit automatischen Löschanlagen und kleinen Brandschutzabschnitten gerecht werden.

Sorgen, dass das neue Holzhochhaus ein ähnliches Schicksal wie der derzeit dem Vernehmen nach fast zur Hälfte leer stehende DC-Tower in der Donaustadt erleiden wird, hat Palfy nicht. Derzeit führe man bereits Gespräche mit passenden, ebenfalls an nachhaltigen Konzepten interessierten Partnern, so die Projektentwicklerin. Zudem habe man ein sehr spezifisches Angebot und deutlich weniger Fläche zu vermarkten.

(APA)

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2 Kommentare
garfield10000
26.02.2015 16:46
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Einen Versuch ist es wert.


Holz kommt im Bau immer noch viel zu kurz.
Nur ein Hochhaus stelle ich mir im Bezug auf Brandschutz "mutig" vor.

Nur das Haus könnte man überall bauen, längst nicht nur im roten Prestigeprojekt "Seestadt Aspern".

An der Seestadt kann man sehr gut ablesen wie entwicklungsresistent die rote StadtreGIERung ist.
Haben aus Grossfeldsiedlung,Rennbahnweg und Alterlaa offenbar wenig bis überhaupt nichts gelernt.

Das Geld hätte man weitaus sinnvoller verwenden können, die U-Bahn so wie es richtig wäre, ins Umland nach Raasdorf rauszubauen.

Aber ja geht ja nicht, weil so wie es die Spatzen vom Dach pfeiffen, in St.Pölten der oberste Verhinderer von der anderen Fraktion sitzt(sich aber wesentlich besser im Fach Selbstdarstellung versteht).
Der ja keinen Cent an Beteiligung von NÖ dafür bewilligt.

Und so hat Wien zwar eine Seestadt mit vermutlich zukunftsträchtigem Holz(hoch)haus, aber ein Verkehrskonzept das um viele Jahrzehnte hinterher hinkt.
Ha Tse-tung
02.03.2015 13:00
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Re: Einen Versuch ist es wert.

Viel sinnloser als in eine U-Bahn in ein Dorf in das schon ein Regionalbus einmal pro Stunde überdimensioniert ist, kann man Geld nicht anlegen.
Da ist das Geld nicht nur weg, es folgen auch noch hohe Betriebskosten für etwas das fast Niemand braucht und auch Niemand bezahlt.
Immobilien werden hingegen verkauft oder vermietet und bringen dadurch Einnahmen.
Alterlaa hat übrigends eine unglaublich hohe Wohnzufriedenheit unter den Bewohnern, selbst im Vergleich zu Einfamilienhaussiedlungen, auch wenn das Aussehen ein wenig Geschmackssache ist.