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Wiener "Glaspalast": Weiter Warten auf das Nachfolge-Projekt

09.02.2017 | 10:57 |   (DiePresse.com)

Neuer Eigentümer Buwog will möglichst viel vom ursprünglichen Entwurf übernehmen.

Bild: (c) ARGE Schuberth und Schuberth / Stadler Prenn / Ostertag 

Der Abriss des Wiener "Glaspalasts" und der Baubeginn für den Nachfolger lassen weiter auf sich warten. Bei der Buwog, die das Objekt in der Rathausstraße 1 Ende Dezember übernommen hatte, will man sich derzeit auf keinen Zeitrahmen festlegen. Fest stehe allerdings, dass sich das Gebäude optisch am ursprünglich geplanten Projekt orientieren werde, hieß es gegenüber der APA.

"Wir werden uns bemühen, so viel wie möglich von den bestehenden Planungen und Entwürfen zu übernehmen", versicherte Buwog-Sprecher Thomas Brey. Es sei schließlich auch zeitlich gesehen sinnvoll, wenn man nicht wieder bei Null anfangen müsse. Gewisse Änderungen werde man allerdings vermutlich vornehmen müssen, um den Entwurf an die Notwendigkeiten eines Kundenzentrums anzupassen.

Die Buwog wird an der Stelle des Harry-Glück-Baus ihr neues Kunden- und Verwaltungszentrum errichten, da der jetzige Standort am Hietzinger Kai bereits aus allen Nähten platze. Im Erdgeschoß soll zudem ein Supermarkt einziehen.

Wann mit dem Abbruch des Glück'schen Glaspalastes und den Arbeiten für den Neubau begonnen wird, kann man bei der Buwog nicht sagen. "Das ist nur von einem geringen Teil von uns abhängig", sagte Brey. Schließlich müsse man die behördlichen Verfahren abwarten. Auch auf das Jahr 2017 wollte sich der Sprecher nicht festlegen. Das Gebäude soll jedenfalls nicht abgerissen werden, bevor das genaue Konzept für den Neubau feststeht.

Die Buwog Group hat das Projekt Ende des vergangenen Jahres von der WSE (Wiener Standortentwicklung GmbH) übernommen. Es wurde allerdings nur das Baurecht und nicht die Liegenschaft selbst veräußert. Letztere bleibt im Eigentum der Stadt.

Im 1980 entstandenen Bürowürfel in Rathausnähe war einst das städtische Rechenzentrum untergebracht. Nach dessen Auszug wurde entschieden, den nicht mehr allzu zeitgemäßen Komplex abzureißen - ursprünglich wurde hier 2014 avisiert - und ein neues Büro- und Geschäftshaus samt Tiefgarage zu realisieren. Dafür wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, die behördlichen Genehmigungen wurden eingeholt und Visualisierungen veröffentlicht.

Die Wien Holding wollte die Sache mit ihrer Tochtergesellschaft WSE ursprünglich selbst umsetzen. Das Projekt stand allerdings still. Vergangenen Sommer gab man bekannt, einen externen Investor für die Projektumsetzung zu suchen. Ein Bieterverfahren wurde gestartet, bei dem sich die Buwog-Gruppe durchsetzte. (APA)