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30.000 Wiener Haushalte sollen Solarstrom bekommen

26.07.2012 | 11:07 |   (DiePresse.com)

Das ist das Ziel von Wien Energie bis zum Jahr 2020. Insgesamt sollen Photovoltaikflächen in der Gesamtgröße der Josefstadt gebaut werden.

Das Photovoltaik-Kraftwerk Simmering

Wien Energie baut die Sparte Photovoltaik deutlich aus. Bis 2020 will der lokale Energieversorger knapp 30.000 Haushalte mit Solarstrom versorgen. Dazu sollen neue Photovoltaikanlagen in einer Gesamtgröße von rund einem Quadratkilometer gebaut werden, was in etwa der Fläche des Bezirks Josefstadt entspricht. Um das Ziel zu erreichen, bietet das Unternehmen ab sofort unter dem neuen Markennamen "SonnenKraft" spezielle Partnermodelle an, mit denen private Interessenten eine Photovoltaikanlage auf ihrem eigenen Grund und Boden installiert bekommen.

Die Angebote richten sich an Unternehmer, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Banken, Versicherungen, Zinshausbesitzer oder Kommunaleinrichtungen, hieß es bei der Präsentation der Offensive am Mittwoch. Je nach Vertrag und Größe pachtet der Kunde eine Solaranlage oder kann diese auch kaufen. Der erzeugte Strom kann entweder für den Eigenbedarf genutzt oder ins Netz eingespeist werden.

30.000 Haushalte sollen versorgt werden

Möglich ist auch, dass der private Partner eine geeignete Fläche an Wien Energie verpachtet und das Unternehmen somit allein für den Betrieb bzw. die Einspeisung zuständig ist. In allen Varianten dient Wien Energie jedenfalls als Planer und Errichter der Anlagen.

Der Energieversorger will mit dem massiven Ausbau eine Kraftwerksleistung von 70 Megawattpeak (MWp) erreichen. Damit könnten knapp 30.000 Haushalte in der Bundeshauptstadt versorgt werden, so ein Sprecher. Zum Vergleich: Derzeit werden insgesamt rund 4.000 Haushalte mit Solarstrom versorgt, wobei hier auch schon jene Anlagen berücksichtigt sind, die nicht von der Wien Energie gebaut wurden bzw. betrieben werden.

Wiener Neudorf soll die erste Marktgemeinde im Versorgungsgebiet von Wien Energie sein, die das  "SonnenKraft"-Programm in die Praxis umsetzen wird. Geplant ist eine 20-kWp Anlage am Dach des Gemeindeamts, die bis zu 50 Prozent des Eigenstrombedarfs des Gebäudes ab Ende 2012 decken wird.

Bürgerbeteiligungsprogramm wird ausgebaut

Auch die sogenannten "BürgerInnen-Solarkraftwerke" sollen weiter ausgebaut werden. Das Modell sieht vor, dass Einzelinteressenten bei Wien Energie Photovoltaik-Module eines Kraftwerks erwerben. Wien Energie mietet diese Paneele von den Eigentümern zurück und zahlt dafür eine jährliche Vergütung. Wien Energie baut die Anlagen auf und wartet diese auch. Ist die Lebensdauer der Anlage abgelaufen - nach 25 Jahren -, kauft Wien Energie die Photovoltaik-Module zurück und der Beteiligungsbetrag fließt zur Gänze an die Käufer retour. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits vier Projekte gestartet, die eine Gesamtleistung von zwei MWp erzeugen. Für neue Projekte im nächsten Jahr laufen bereits Gespräche zwischen Wien Energie und Besitzern von Freiflächen im Raum Wien.

(APA/Red.)

1 Kommentare
xdriver
27.07.2012 13:00
0 0

Mit dem Ökostromzuschlag ...

... können derartige, rein wirtschaftlich betrachtet absolut unrentable Hirngespinste ohne Rücksicht durchgezogen werden.