Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentare Artikel senden Senden

Wiener sollen Heumarkt-Areal mitgestalten

07.09.2012 | 18:46 |   (Die Presse)

Das Gebiet um den Eislaufverein und das Hotel Intercontinental soll unter Mitwirkung der Bevölkerung umgestaltet werden.

Wiener sollen HeumarktAreal mitgestalten

Wien/G.b. Das Areal rund um Hotel Intercontinental, Eislaufverein und Konzerthaus im dritten Wiener Bezirk wird neu gestaltet – und zwar nicht nur von Stadtplanern und Architekten, sondern auch unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung. Ab Oktober können interessierte Wiener Ideen und Meinungen zur Gestaltung einbringen.

In welcher Form die Mitwirkung möglich ist, wird noch im Detail bekannt gegeben. „Wir wollen sicherstellen, dass nicht nur die Experten ihre Ideen formulieren, sondern alle, für die dieses traditionsreiche Areal neu gestaltet werden soll“, begründet Michael Tojner, der Eigentümer des Hotel Intercontinental, in einer Aussendung die Einladung an die Bürger.

Für das Areal läuft bereits seit Anfang Juli ein städtebauliches Verfahren. An diesem sind drei Planungsteams beteiligt, die aus jeweils zwei Architektenbüros und einem Architekturprofessor bestehen. An den Gesprächen nehmen auch Vertreter der Stadt Wien, Bezirksvorstehung Denkmalamt und Icomos (Internationaler Rat für Denkmalpflege) teil. Eingebunden sind auch die unmittelbar Betroffenen: WEV, Konzerthaus und das Hotel.

Die Arbeitsteams, die diese Woche erste Überlegungen untereinander diskutiert haben, sollen bis November ihre Konzepte finalisieren – unter Einbeziehung der Bürgervorstellungen.

 

Größe der Eisfläche bleibt

Um das Gebiet rund um den Eislaufplatz gab es in den letzten Jahren viel Aufregung. Insbesondere seit das angrenzende Hotel Intercontinental verkauft wurde. Befürchtet wurde sogar, dass der traditionelle Eisplatz verkleinert wird oder ganz Wohnbauten weichen muss. Tojner hat – auch in einem „Presse“-Interview – betont, dass die 6000 Quadratmeter Eislauffläche des WEV jedenfalls erhalten bleiben. Sicher sei auch schon, dass die gesamte WEV-Anlage modernisiert werde – ebenso wie das Intercontinental.

Grundsätzlich soll das ganze Areal nach dem Willen des Eigentümers zu einem „Platz urbanen Lebens“ werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.09.2012)