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Porr wrackt Kohlekraftwerk Voitsberg ab

08.01.2013 | 15:56 |   (DiePresse.com)

Insgesamt müssen rund 200.000 Tonnen Stahlbeton und 40.000 Tonnen Metalle aufbereitet werden. Die Arbeiten sollen in 18 Monaten erledigt sein.

TAGBAU KOHLEBERGBAU OBERDORF

Jahrzehnte steirischer Industrie- und Energiegeschichte in Voitsberg finden ein Ende: Die Porr hat von der A-Tec des früheren Industriellen Mirko Kovats das Braunkohlekraftwerk Voitsberg erworben. Dies teilten Unternehmen und Stadtgemeinde am Dienstagnachmittag mit. Die drei Blöcke sollen innerhalb von 18 Monaten abgebrochen und verwertet werden. Das Grundstück ist 245.000 Quadratmeter groß. Nach dem Abbruch soll die Liegenschaft, verkauft und das Gelände durch die Porr und Partnerunternehmen für eine Nachnutzung vorbereitet werden. Die rückgebauten Materialien, insbesondere Buntmetalle, Schrott, diverse Aggregate und Anlagenteile - besonders die großen Kessel - werden wiederverwertet.

Abgebrochen werden müssen unter anderem der in der Weststeiermark weithin sichtbare und als Landmarke geltende 180 Meter hohe Schlot, der riesige Kühlturm und das Kesselhaus. Letztere beide Objekte bringen es immerhin auf rund 100 Meter Höhe. Insgesamt gilt es rund 200.000 Tonnen Stahlbeton und rund 40.000 Tonnen Metalle für eine Nachnutzung aufzubereiten. Die gesamten Arbeiten sollen in nur 18 Monaten fertiggestellt werden.

Porr-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss: "Mit dem Rückbau des ehemaligen ÖDK III-Kraftwerks geht ein jahrzehntelanges Tauziehen rund um die zukünftige Nutzung zu Ende. Die Bevölkerung wird von der umweltgerechten Aufarbeitung der Liegenschaft profitieren. Die Region erhält Zugang zu wertvollem Baugrund in bester Lage."

Voitsbergs Bürgermeister Ernst Meixner (SPÖ) zeigte sich über das erzielte Verhandlungsergebnis - in das die Stadtgemeinde eingebunden war - erleichtert: „Mit Porr hat einer unserer Wunschpartner, ein renommiertes österreichisches Unternehmen, das auch Bezug zu unserer Region hat, den Zuschlag erhalten". Damit sei auch gewährleistet, dass der von Stadtgemeinde und der Bevölkerung gewünschte Abbruch und eine sinnvolle Verwertung des Areals garantiert seien.

(APA)