Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentare Artikel senden Senden

Wo man preiswerte Büros findet

08.02.2013 | 18:24 |   (Die Presse)

Suchkriterien. Häuser, die in den Neunzigerjahren errichtet wurden, bieten oft zweckdienliche Flächen.

Wien/B.l. Fast sieben Prozent der Wiener Büros stehen leer. Heuer verstärken zahlreiche Projekte das Angebot (siehe nebenstehenden Artikel). Für Unternehmen, die ein neues Büro suchen, erleichtert das die Suche nicht unbedingt. Denn bei den leer stehenden Flächen handelt es sich oft um ältere Büros, die nicht mehr den modernen technischen Anforderungen entsprechen (weil sie etwa keine Doppelböden für Verkabelung haben) oder um solche in schlechter Lage ohne U-Bahn-Anbindung. Die neuen Flächen spielen oft alle Stückerln, sind aber relativ teuer.

Zunächst sollte man sich dort umschauen, wo Vermieter mit hohen Leerständen konfrontiert sind, rät Andreas Ridder, Geschäftsführer von CBRE Österreich. In die gleiche Kerbe schlägt Alexander Fenzl von Otto Immobilien: Häufig sei gar nicht Lage oder Ausstattung die Ursache für den Leerstand, sondern die hohen Preiserwartungen der Anbieter, die schließlich nachgeben müssten. In jedem Fall sollte man einen Makler hinzuziehen, meint Ridder. Doch gibt es auch Faustregeln: „Funktionale und preisgünstige Flächen finden sich insbesondere in Häusern, die in den Neunzigerjahren errichtet wurden und bei denen immer wieder Büros zur Wiedervermietung auf den Markt kommen“, sagt Örag-Geschäftsführer Stefan Brezovich.

Wer auf eine gute öffentliche Verkehrsanbindung keinen Wert lege, finde mitunter Objekte um sechs Euro netto pro Quadratmeter. In Häusern aus den Siebziger- und Achtzigerjahren bezahlt man oft ebenfalls eine niedrige Nettomiete, doch sind Energie- und Betriebskosten hoch.

 

Umzüge helfen oft sparen

Generell logiert man nach einem Umzug oft günstiger als vorher: „Meist können im Zuge der Übersiedlung die Gesamtkosten pro Arbeitsplatz deutlich reduziert werden“, meint EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. Allein durch die auf den Mieter zugeschnittene Grundrissgestaltung könne man bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl oft 15 bis 20 Prozent an Fläche einsparen, zudem würden die Betriebskosten in neuen Gebäuden oft deutlich unter denen der alten liegen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2013)