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Wiener Büromarkt im internationalen Vergleich stabil

05.03.2013 | 13:36 |   (DiePresse.com)

Die Nachfrage ist laut aktuellem Büromarktbericht von Otto Immobilien höher als erwartet, Renditen und Mieten sind konstant.

Silbermöwe

„Gesund und stabil“ zeigt sich der Wiener Büromarkt auch in diesem Jahr: Mit einer überraschend hohen Nachfrage nach Flächen, konstanten Preisen und Renditen sowie vor allem der traditionell niedrigen Leerstandsrate. Dies geht aus dem 25. Büromarktbericht der Otto Immobiliengruppe hervor, den Geschäftsführer Eugen Otto am Dienstag gemeinsam mit seinem Team präsentierte.

Mit 280.000 Quadratmetern sei die Nachfrage im Jahr 2012 deutlich höher als erwartet gewesen, berichtet Studienautorin Martina Paukner, Investments- und Researchmitarbeiterin bei dem Immobilienunternehmen. Neuanmietungen erfolgten nur selten und vor dem Hintergrund einer Unternehmensexpansion oder einer Neuansiedelung von Betrieben.

Das Angebot an neuen Büroflächen liegt mit rund 60.000 Quadratmetern heuer 20 Prozent unter jenem von 2012, heißt es weiter in dem Bericht. Geplante Büroprojekte haben derzeit ohne die entsprechende Vorvermietung kaum Chancen auf Realisierung. Die Durchschnittsmieten liegen bei 12,50 Euro pro Quadratmeter und Monat für Erstbezugsflächen. Allerdings sehen die Otto-Experten eine leicht steigende Tendenz aufgrund des hohen Anteils an hochwertigen Flächen in der Innenstadt. Bei 24,50 Euro netto pro Quadratmeter liegen die Spitzenmieten für Toplagen in der Wiener City sowie in angrenzenden Büroachsen. Was die Renditen anbelangt, so befinden sich diese mit 5,25 Prozent im europäischen Vergleich im guten Mittelfeld und seien ein Indiz für die Stabilität des heimischen Marktes, heißt es im Büromarktbericht.

Um 6,6 Prozent ist die Leerstandsrate gestiegen, und das sei im internationalen Vergleich "einzigartig". Wien sei damit hinter München, London und Paris „positives Schlusslicht“, wurde bei der Pressekonferenz betont. Das Investitionsvolumen liegt heuer konstant bei 1,6 Milliarden Euro. Es tummeln sich einige private Investoren auf dem Markt, die zuletzt eher im Wohn- und Zinshaussegment investiert hatten, und nun an Büroobjekten interessiert sind, ums sie zu Wohnungen umzunutzen. (red.)