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AK: Überhöhte Mieten für Altbauwohnungen in Wien

16.04.2013 | 12:22 |   (DiePresse.com)

Befristete Wohnungen sind teilweise um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt, unbefristete Wohnungen um ein Drittel.

Altbauwohnungen

Die Wiener Arbeiterkammer (AK) hat 150 Inserate ausgewertet, in denen Altbauwohnungen zur Miete angeboten worden sind. Das Ergebnis: Befristete Mietwohnungen sind um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt, unbefristete Apartments kosten um ein Drittel mehr, teilte die Kammer mit. Grund seien ungerechtfertigte Aufschläge zum Mietzins.

"Ein Durchschnitts-Arbeitnehmer mit einer befristeten Wohnung arbeitet gute zwei Monate im Jahr nur für das, was der Vermieter zu viel einstreift", verdeutlichte Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik, die Situation.

Gesetzlicher Richtwert

Die Arbeiterkammer nahm 85 unbefristeten und 65 befristeten Angebote unter die Lupe. Der gesetzliche Richtwert für eine durchschnittliche Altbauwohnung liege bei 5,16 Euro pro Quadratmeter. Bei einem befristeten Vertrag seien es 3,87 Euro pro Quadratmeter, da 25 Prozent abgezogen werden müssten. Anhand der Lage und der in den Inseraten genannten Merkmale - zum Beispiel, ob es einen Lift gibt oder in welchem Stockwerk die Wohnung liegt - wurden die zulässigen Zuschläge ermittelt.

Laut den Berechnungen der Kammer lagen die zulässigen Nettomietzinse für die inserierten Wohnungen im Schnitt bei 6,11 Euro pro Quadratmeter für die unbefristeten Verträge und bei 4,58 Euro pro Quadratmeter für die befristeten. Tatsächlich verlangt wurden im Schnitt 8,07 pro Quadratmeter bzw. 8,30 Euro pro Quadratmeter.

"Das bedeutet bei unbefristeten Wohnungen einen Aufschlag von durchschnittlich 32 Prozent und bei befristeten gar einen satten Aufschlag von im Schnitt 82 Prozent", kritisierte Zgubic. Die Kammer forderte heute, dass das Richtwertmietsystem dringend reformiert werden müsse. Sie verlangte klare Miet-Obergrenzen und weniger Befristungen.

(APA)

3 Kommentare
Tomb
17.04.2013 18:42
0 0

Falsch

Typisch AK populistischer Schwachsinn.
In einer Anzeige sind niemals alle zulässigen Zuschläge angeführt.
150 Annoncen wurden sicher so ausgesucht ,dass sich dieses Ergebnis ausgeht.
Sowas unseriöses wie die AK kostet noch jeden Arbeitnehmer viel Geld.
Onkelerich
17.04.2013 10:57
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Und was ist mit den allten "Mieterschutz" Wohnungen?

Kenne ein gut verdienendes Ehepaar, ca 60 Jahre. Gattin hat vor rund 40 Jahren Wohnung von Großmutter überno Wohnung hat ca. 90 m2 und sie zahlt rund 90 Cent pro m2 Zins, also rund 75,00 Euro Zins plus Betriebskosten. Sagt die AK auch etwas gegen diese Ungerechtigkeit?
Wie soll ein Haus von solchen Bagatellemieten erhalten werden?
OttotheBusdriver
17.04.2013 10:21
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Warum verlangt die Arbeiterkammer keine Obergrenzen für

Handy- und Internetausgaben
Schnaps und Zigarettenkosten
Autokosten
Urlaubsausgaben

Die AK sollte ihr Klientel doch lieber im sachgerechten Umgang mit Geld unterrichten. Das man nicht alles für die vorgenannten Dinge ausgibt und nachher wegen der Miete jammert.

Den Unterschied Miete - Betriebkosten muß man denen auch jedesmal aufs Neue erklären.

Dem Staat ists auch recht, MwSt. aufs Wohnen zu verrechnen, gibts woanders auch nicht.