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Graz: Spatenstich für Wohnbauprojekt im Pfauengarten

27.06.2013 | 14:44 |   (DiePresse.com)

In der Kernzone des Unesco-Weltkulturerbes entstehen drei polygone Baukörper mit bis zu 90 Wohnungen und Preisen bis zu 9600 Euro pro Quadratmeter.

Mit dem Areal des Grazer Pfauengarten auf der historischen Stadtkrone wird einer der letzten Bauplätze in der Altstadt der steirischen Landeshauptstadt verbaut. Am Mittwoch fand der Spatenstich für das Projekt statt, das aus drei polygonen bis zu fünfgeschoßigen Körpern besteht. Der erste Abschnitt soll Ende 2015 fertiggestellt sein, schilderte der Bauträger, Baumeister Gerhard Fleissner.

Ein multifunktionelles Veranstaltungszentrum, mehrere
Museumsprojekte bis hin zu einem Vier-Sterne-Hotel standen für das Areal Pfauengarten, das zwischen dem Karmeliterplatz und dem Grazer Stadtpark liegt, in den vergangenen zwei Jahrzehnten schon in Diskussion. Gebaut wurde bisher eine Tiefgarage mit 830 Stellplätzen, die seit 2004 in Betrieb ist. Auf dieses
Garagengebäude wird ein zusätzliches Sockelgeschoß errichtet, über dem dann die drei Baukörper mit einer Nettonutzfläche von 10.000 Quadratmetern errichtet werden.

Kernzone des Weltkulturerbes

"Es sind 80 bis 90 Wohnungen vorgesehen, wobei Zusammenlegungen auch für größere Büros möglich sind", so Fleissner bei der Präsentation am Mittwoch. Je nach Lage im Objekt, Geschoß und Orientierung bewegen sich die Wohnungspreise zwischen 3995 und
9600 Euro pro Quadratmeter. Die Wohneinheiten reichen von 50 bis 240 Quadratmeter. Rund 30 Wohnungen seien bereits verkauft worden, auch habe man einen Großinvestor für 1800 Quadratmeter Nutzfläche an Land gezogen, so Fleissner.

Bei der Verwirklichung des Projektes inmitten der Grazer Altstadt und damit der Kernzone des UNESCO Weltkulturerbe müssen Kriterien zum Erhalt des Altstadtensembles erfüllt werden. Geplant wurde das
Projekt vom Wiener Architekturbüro Pichler & Traupmann, das den entsprechend europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hat. Lasergeschnittene Aluminiumpaneele mit unterschiedlichen Maschenweiten werden den drei kompakten Komplexen wie ein Kleid übergestreift und sorgen für unterschiedlich transparente Durchblicke.

Die ersten Bauarbeiten haben schon im Mai mit Stabilisierungsarbeiten in der Tiefgarage begonnen: "Es sind Verstärkungsmaßnahmen notwendig, um den darüber geplanten Bau durchführen zu können", so Fleissner. Er hofft, im August mit dem Sockel beginnen zu können.

Bürgermeister Siegfried Nagl kündigte an, dass eine neue Verbindung zwischen dem östlich gelegenen Stadtpark und dem neuen Wohnareal geschaffen und
der angrenzende Spielplatz und Verkehrserziehungsgarten erneuert werden sollen. (APA)