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Eigentumswohnungen wieder teurer

15.02.2017 | 10:33 |   (DiePresse.com)

willhaben: In 80 Prozent der analysierten Bezirke sind Angebotspreise gestiegen

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Eigentumswohnungen haben sich auch 2016 in Österreich großteils verteuert: Die Preise sind gegenüber 2015 in 80 Prozent der analysierten Bezirke gestiegen. Dies geht aus einer Erhebung der Immo-Plattform willhaben hervor, bei der die bundesweiten Angebotspreise von mehr als 120.000 Anzeigen auf willhaben verglichen wurden.

Die höchsten Preis in ländlichen Regionen gab es weiterhin in Kitzbühel mit rund 4.700 Euro pro Quadratmeter, heißt es in einer Pressemitteilung von heute Dienstag. Allerdings gingen die durchschnittlichen Angebotspreise im Bezirk um 5,5 Prozent zurück.

Am stärksten stiegen die Preise im oberösterreichischen Schärding und im steirischen Bezirk Murtal mit je rund 28 Prozent, gefolgt von Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) mit 23,4 Prozent sowie den beiden niederösterreichischen Bezirken Melk (22,1 Prozent) und Scheibbs (20,1 Prozent). Deutlich billiger angeboten wurden Eigentumswohnungen unter anderem in Neusiedl am See (Burgenland) mit minus 21,1 Prozent, in Feldkirchen (Kärnten) mit minus 15,3 Prozent und in Freistadt (Oberösterreich) mit minus 13,2 Prozent.

Deutliche Steigerungen in Liesing und Meidling

In den Ballungszentren wurden die Preise in St. Pölten um 14,4 Prozent höher angesetzt. Rund zehnprozentige Preissteigerungen bei der Angebotspräsentation gab es in Innsbruck sowie Teilen von Wien - im 12., 14., 15., und 23. Bezirk. In nahezu allen Bezirken Wiens stiegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen, am stärksten in Liesing (+10,6 Prozent) und Meidling (+10 Prozent). Für beide Bezirke schnellte der durchschnittliche Angebotspreis auf mehr als 3.500 Euro pro Quadratmeter hoch. In Salzburg (+0,9 Prozent) oder Graz (+1,2 Prozent) verlief die Entwicklung vergleichsweise gebremst bis moderat.

Unter den für Pendler besonders interessanten, an Wien angrenzenden Bezirken, stiegen die Angebotspreise vor allem in Korneuburg (+7 Prozent), Tulln (+8,2 Prozent) und Wien Umgebung (6,1 Prozent). Auch in Wiener Neustadt (+10,9 Prozent) und Mistelbach (+11,6 Prozent) zogen die Angebotspreise für Wohnungen deutlich an.

Im Burgenland stieg der Preis in Eisenstadt-Land um 8,5 Prozent, in der Südoststeiermark wurden Angebotspreise um 8,4 Prozent angehoben. In Kärnten wurden Wohnungen in Spittal an der Drau (+7,7 Prozent) und Klagenfurt-Land (+7,5 Prozent) teurer angeboten als im Jahr zuvor. In Oberösterreich gab es kräftige Angebotspreissteigerungen unter anderem auch in Urfahr-Umgebung (12,6 Prozent) und Braunau (+10 Prozent), in Salzburg in Hallein (+11,6 Prozent) und Zell am See (+9,6 Prozent) , in Vorarlberg in Dornbirn (+13,7 Prozent) und Feldkirch (+14,7 Prozent) sowie in Tirol in Kufstein (+14,4 Prozent), Lienz (+13,8 Prozent) und Innsbruck-Land (+9,3 Prozent). (APA)

3 Kommentare
donix
18.02.2017 10:53
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Angebotspreise sind

wie in Holland am Blumenmarkt nur ein Versuch.
Die Wahrheit liegt im Markt - die Zuwanderung in die Ballungszentren sinkt teilweise markant, somit werden auch die VERÜCKTEN Preise wieder sinken
dergruber74
21.02.2017 13:22
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Re: Angebotspreise sind

Wie kommen Sie drauf, daß die Zuwanderung in die Ballungszentren sinkt?
Eher das Gegenteil ist der Fall. Bis zum Jahr 2023 wird z.B. Wien die 2 Mio. Einwohner Grenze überschreiten.
donix
26.02.2017 04:54
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Re: Re: Angebotspreise sind

Was Sie sagen stimmt schon,
nur 2013 sind rd. 24.000 Menschen zugewandert und 3.000 Wohnungen wurden gebaut.
2014 waren es 33.000 Personen für rd. 6.000 neue Wohnungen
2015 sind mehr als 43.000 Menschen bei einer annähernd gleichen Zahl von neuen Wohnungen nach Wien zugezogen.
2016 sind nach ersten Zählungen "nur" etwa 28.000 Menschen zugezogen...
Das meinte ich mit sichtbaren Rückgang - dem gegenüber stehen vergleichsweise viele Wohnungen vor Fertigstellung woraus sich schon statistisch ein Preisdruck ergeben wird...