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Einzelhandel reduziert Verkaufsflächen

01.08.2017 | 13:32 |   (DiePresse.com)

Eine aktuelle Studie von RegioData registriert einen weiteren Abbau von Verkaufsflächen in Österreich.

Shopping-Center Huma Eleven
Shopping-Center Huma Eleven / Bild: (c) Robert Fritz 

Die Verkaufsfläche in Österreich wird heuer einer aktuellen Studie von RegioData zufolge im Vergleich zum Vorjahr um fast 200.000 Quadratmeter sinken. Und dieser Trend, der seit vier Jahren anhält, wird sich auch künftig fortsetzen. Bis 2020 rechnet das Marktforschungsunternehmen mit Einbußen von rund acht Prozent im Vergleich zum Höchststand von 2013.

Als Ursachen werden zum einen die steigenden Flächenkosten, zum anderen die zunehmende Online-Konkurrenz ausgemacht. In einigen Branchen, darunter dem Buch-, Elektro- und Spielwarenhandel, haben die Internetumsätze bereits mehr als ein Viertel des gesamten Umsatzes vom stationären Handel abgezogen.

Hohe Verkaufsflächendichte

Trotzdem verfügt Österreich aktuell mit knapp 1,7 Quadratmeter pro Einwohner noch immer über eine der höchsten Verkaufsflächendichten Europas, lediglich die Schweiz und die Niederlande können mithalten. Für 2020 geht RegioData aufgrund der laufenden Flächenreduktion von einer Dichte von 1,5 Quadratmeter pro Einwohner aus.

Auch die Flächenverteilung verändert sich. Waren früher der Lebensmittel-, der Möbel- und der Bekleidungshandel die wesentlichen Wachstumstreiber, werden derzeit Zuwächse im Drogerie- und Parfümeriehandel verzeichnet. Im Lebensmittelhandel stehen den Neueröffnungen hingegen etwa gleich viele Schließungen gegenüber, im Möbelhandel gibt es nur mehr punktuelle Eröffnungen.

Die langfristige Entwicklung wird laut RegioData davon abhängen, inwieweit die stationären Handelsflächen ihre Funktion und damit ihren Kundennutzen an die modernen Zeiten anpassen können. "Das ,Warenherzeigen' wird künftig zu wenig sein", schreiben die Studienautoren.