Artikel drucken Drucken Artikel kommentieren Kommentare Artikel senden Senden

Buwog: Weniger Gewinn, aber operativ besser

28.09.2017 | 08:41 |   (APA)

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres drückten Bewertungseffekte auf das Ergebnis. Wegen Wohnungsverkäufen sanken auch die Mieteinnahmen.

File photo of the logo of Austrian real estate agent BUWOG seen in front of one of their construction sites in Vienna
Bild: REUTERS 

Der börsennotierte Wiener Wohnimmobilienkonzern Buwog hat im ersten Quartal 2017/18 operativ zugelegt, der Gewinn fiel aber wegen Bewertungseffekten deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Die Mieteinnahmen sind nach Wohnungsverkäufen leicht um 1,9 Prozent auf 51,7 Mio. Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Das Konzernergebnis fiel um 65,1 Prozent von 83,9 auf 29,2 Mio.
Euro, das Ergebnis vor Steuern um 63,7 Prozent auf 37,1 Mio. Euro.
Das operative Ergebnis (Ebitda), bereinigt um Bewertungseffekte und Periodenverschiebungen, stieg um 63,3 Prozent auf von 39,2 auf 64,1 Mio. Euro. Der Recurring FFO, Kennzahl für die Cash-Generierung, erhöhte sich um 63,6 Prozent auf 44,2 Mio. Euro.

Noch keine Neubewertung

Zurückzuführen sei der Rückgang des Konzern- und
Vorsteuerergebnisses darauf, dass die Buwog im ersten Quartal
2016/17 eine außerordentliche Bewertung der deutschen
Bestandsimmobilien durchführen ließ, die ein hohes Neubewertungsergebnis im Vergleichszeitraum ergeben habe. Im ersten Quartal des laufendes Geschäftsjahres habe keine derartige Neubewertung stattgefunden. Für das Halbjahresergebnis 2017/18 wird die BUWOG planmäßig ihren gesamten Immobilienbestand neu bewerten lassen.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt: Die Buwog
erwartet für 2017/18 unverändert einen Recurring FFO von mindestens 125 Mio. Euro.

Die erfolgreiche Entwicklung im ersten Quartal 2017/18 sei
geprägt durch die dynamische Neubauaktivitäten sowie den margenstarken Einzelwohnungsverkauf in Österreich. Im Bereich Property Sales stieg das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 64 Prozent auf rund 15,8
Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Asset Management lag der Ergebnisbeitrag wie auch in der Vorjahresperiode bei rund 38,5 Mio.
Euro. 

Zukauf in Berlin

Das Geschäftsfeld Property Development erzielte in den ersten
drei Monaten ein operatives Ergebnis von 18,7 Mio. Euro. Zum Stichtag 31. Juli 2017 befanden sich 1680 Einheiten in Bau. Die Buwog Group setze damit ihren Weg fort, kontinuierlich Wohnungen in den Städten Berlin, Hamburg und Wien sowohl für den Verkauf als auch in den eigenen Bestand zu bauen, heißt es in der heutigen Mitteilung. Im ersten Quartal sei ein neues Grundstück in Berlin-Kreuzberg angekauft worden. Die Development-Pipeline der Gruppe betrage zum Stichtag 10.096 Einheiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,9 Mrd. Euro.

Der EPRA Net Asset Value, der insbesondere der Darstellung der
nachhaltigen Vermögenspositionen dient, verbesserte sich gegenüber dem 30. April 2017 von 23,90 auf 24,15 Euro je Aktie.

(APA)