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Hochhäuser auf Stelzen: Dachgleiche für Appartements beim Belvedere

12.10.2017 | 14:24 |   (APA)

Signa-Immobiliengruppe errichtet bis Anfang 2019 346 Eigentumswohnungen sowie ein Boutique-Hotel in Nähe des Wiener Hauptbahnhofs.

Bild: Signa 

Im Stadtentwicklungsgebiet beim Wiener Hauptbahnhof entsteht ein neues Luxus-Wohnprojekt. Die Signa-Immobiliengruppe errichtet bis Anfang 2019 346 Eigentumswohnungen sowie ein Boutique-Hotel mit 303 Zimmern. Die Hochhäuser wurden auf Stelzen gebaut, sodass die Wohnungen einen beeindruckenden Blick auf die Stadt bieten. Am Donnerstag feierte das Projekt Dachgleiche.

"Wir fangen bei einer Höhe mit den untersten Wohnungen an, bei der viele Häuser aufhören", schwärmte Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber im Rahmen des Pressetermins. Die erste Etage befindet sich auf neun Metern Höhe, die Penthouse-Appartements mit großer Terrasse liegen im 16. Stock auf knapp 60 Metern. Von dort blickt man auf Arsenal und Belvedere, auf der anderen Seite befinden sich der Hauptbahnhof und das Sonnwendviertel.

Renzo Piano entwirft Parkappartments

"Wir sind hier im größten innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiet", sagte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Das Sonnwendviertel zeichne sich einerseits durch die funktionale Durchmischung - im Endausbau soll es 5.000 Wohnungen sowie 20.000 Arbeitsplätze beherbergen -, andererseits durch die soziale Durchmischung aus: "Wir wollen, dass dieses Entwicklungsgebiet für Menschen mit ganz unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen attraktiv ist." Deshalb wolle man neben dem geförderten Wohnbau auch freifinanzierte Wohnungen im Gebiet anbieten.

Das Projekt "Parkappartements am Belvedere" wurde von dem italienischen Stararchitekten Renzo Piano, der unter anderem das Centre Pompidou in Paris und den Wolkenkratzer "The Shard" in London entwarf, konzipiert. Die Vermarktung laufe sehr gut, sagte Stadlhuber. Zwei Drittel der Wohnungen seien bereits verkauft. Baubeginn des Projekts war im Februar 2016. Anfang 2019 sollen die Wohnungen übergeben werden können. "Wir sind im Zeitplan, wir sind im Budget und wir sind unfallfrei", zeigte sich Hubert Wetschnig, Chef des Baukonzerns Habau, der den Bau realisiert, zufrieden.

Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 46 und 280 Quadratmetern, die Preise zwischen 4.000 und 9.000 Euro pro Quadratmeter. Die teuerste Wohnung ist also um rund eineinhalb Mio. Euro zu haben, die billigste um 200.000 Euro. Zusätzlich zu den Appartements errichtet Signa in dem Gebiet ein Büroprojekt. Derzeit laufe außerdem die Einreichphase für ein weiteres Vorhaben mit 400 Wohnungen, berichtete Stadlhuber. "Wien ist unser wichtigster Standort, wo wir investieren", sagte er. In nächsten Jahren fließen 2,7 Mrd. Euro in Wiener Projekte. (APA)