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Mietwohnungen kosten in Wien mehrheitlich über 1000 Euro

04.12.2017 | 12:55 |   (DiePresse.com)

Nur im Burgenland und in Kärnten liegen die Monatsmieten meist unter 600 Euro.

Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH) 

Wer in Wien eine Bleibe auf dem freien Wohnungsmarkt findet, muss dafür meist eine Monatsmiete von mehr als 1000 Euro zahlen: während heuer im ersten Halbjahr 11 Prozent der angebotenen Wohnungen zwischen 800 und 1000 Euro kosteten, kamen 51 Prozent auf mehr als 1000 Euro, wie aus dem aktuellen ImmoDEX des Online-Portals ImmobilienScout24 hervorgeht. Die Betriebskosten kommen da noch hinzu.

Nur rund jedes fünfte Zuhause war um 600 bis 800 Euro zu haben und etwa jede sechste um 400 bis 600 Euro. Die genannten Werte gelten für gebrauchte Mietwohnungen.

Bei den neuen Wohnungen rangierten in der Bundeshauptstadt knapp acht von zehn angebotenen Domizilen im oberen Preissegment - 25 Prozent wurden zwischen 800 und 1000 Euro angeboten, mehr als die Hälfte (54 Prozent) um mehr als 1000 Euro. Nur in 17 Prozent der Fälle wurde eine Miete zwischen 600 und 800 Euro verlangt, in 4 Prozent zwischen 400 und 600 Euro.

250.000 Datensätze ausgewertet

Auch in Tirol, Salzburg und Vorarlberg sind auf dem privaten Mietmarkt kaum noch günstige Wohnungen zu bekommen: Rund jede zweite gebrauchte Bleibe kostete dort im ersten Halbjahr mindestens 800 Euro, bei den neuen waren es sogar 70 bis 80 Prozent.

Wesentlich billiger kommt das Wohnen in Kärnten und im Burgenland, aber auch in Oberösterreich und der Steiermark. Immerhin 63 bzw. 62 Prozent der gebrauchten Wohnungen waren in den beiden erstgenannten Bundesländern um weniger als 600 Euro monatlich inseriert; in Oberösterreich und in der Steiermark traf dies auf etwa jede zweite Wohnung zu.

Für neue Mietwohnungen ist aber auch in den günstigeren Bundesländern wesentlich mehr hinzulegen. Im unteren Preissegment (bis 600 Euro) wird man da noch am ehesten in Kärnten (48 Prozent des Angebots), im Burgenland (43 Prozent) und in der Steiermark (37 Prozent) fündig. In Niederösterreich fällt lediglich jede fünfte neue Wohnung in den günstigeren Bereich; in Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich schon nur noch rund jede siebente.

Für die vorliegende Erhebung wurden rund 250.000 Datensätze aus dem ersten Halbjahr 2017 auf den Internetportalen ImmobilienScout24, immobilien.net und immodirekt.at ausgewertet. Abgebildet sind Mietwohnungsangebote von gewerblichen Immobilienmaklern. (APA)