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Fertighäuser: Wachstum in Vorarlberg, Minus in Tirol

01.02.2018 | 16:17 |   (DiePresse.com)

Der Absatz am Fertighausmarkt legte 2017 um 1,1 Prozent zu, das Umsatzvolumen um 3,1 Prozent.

Bild: vario haus 

Der Fertighausmarkt in Österreich hat sich im Vorjahr mit einem leichten Absatzplus von 1,1 Prozent stabil entwickelt. Das geht aus einer Analyse von Interconnection Consulting hervor, die am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurde.
Das Marktvolumen legte gegenüber 2016 deutlicher um 3,1 Prozent zu, was Frederik Lehner, Geschäftsführer von Interconnection Consulting, auf die gestiegenen Preise zurückführt. Mit der starken allgemeinen Baukonjunktur, die 2017 dem Wohnbau ein Plus von 8,3 Prozent bei den Fertigstellungen bescherte, konnte die Branche allerdings nicht mithalten. Das ließ die Fertighausquote im Endeffekt geringfügig von 31,7 auf 31,6 Prozent sinken. Lehner rechnet aber damit, dass sich diese erholen und bis 2019 auf 33 Prozent steigen wird.

Schlusslicht Tirol

Mit einem Plus von 6,6 Prozent das höchste Absatzwachstum verzeichnete im Vorjahr Vorarlberg, gefolgt von Salzburg (plus 4,5 Prozent) und Wien (plus 3,5). Einbußen musste die Branche hingegen in Tirol (minus 2,3 Prozent) und Niederösterreich (minus 0,9 Prozent) hinnehmen. Knapp die Hälfte des Gesamtmarktes entfiel auf die zehn größten Hersteller, wobei Elk in sechs von neun Bundesländern die Marktführerschaft beansprucht. Oberösterreich und Salzburg werden von Wimberger-Haus dominiert, in Wien hat sich Glorit mit einem Umsatzplus von 33 Prozent in 2017 die stärkste Marktpräsenz erarbeitet.

Schlüsselfertige Häuser im Trend

Der Trend geht laut Interconnection in Richtung schlüsselfertige Häuser, deren Anteil mit 29,9 Prozent im Vorjahr erstmals den Anteil ausbaufertiger Häuser übertraf. Mit 40,8 Prozent macht der Anteil belagsfertiger Häuser aber immer noch den Großteil des Fertighausmarktes in Österreich aus.
Großes Potenzial sieht das Beratungsunternehmen bei Zweifamilienhäusern: "Diese sind aufgrund der besseren Leistbarkeit gerade für junge Familien attraktiv", sagt Lehner. Auch der mehrgeschoßige Wohnbau werde in Zukunft überproportional zum Gesamtmarkt performen. Dominiert wird der Markt aber nach wie vor von den Einfamilienhäusern. Deren Marktanteil lag 2017 bei 79,7 Prozent.