Eigenheim ist Spitzenreiter

09.12.2016 | 10:20 |   (DiePresse.com)

Beim Wohnen legen die Österreicher Wert auf Individualität und Eigentum bis ins hohe Alter.

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Wohnen hat für die Österreicher einen hohen Stellenwert. Welche Präferenzen dabei vorherrschen, hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Auftrag von ImmobilienScout24 erhoben. Für die Studie „Wohnen im Wandel der Generationen“ hat das Institut 1.000 Österreicher mittels CAWI-Interviews bevölkerungsrepräsentativ befragt.

Der Mehrheit der Österreicher (75 Prozent) ist es demnach wichtig, ein Eigenheim zu besitzen, für jeden Fünften ist das sogar sehr wichtig. Dieser Wunsch ist vor allem bei den 30 bis 39-Jährigen sehr stark, aber auch die Generation Y (unter 30 Jahren) steht dieser Gruppe kaum nach. 
Beim Hausbau mögen es die Österreicher individuell. 43 Prozent würden am liebsten alles selber gestalten, jeder Vierte würde vorzugsweise einen Architekten beauftragen, das Haus nach den persönlichen Vorstellungen zu planen. Nur eine kleine Minderheit kann sich ein vorgestaltetes Reihenhaus vorstellen.

Auch im Alter im eigenen Heim

Wer so viel Energie ins Wohnen investiert, möchte dann auch dauerhaft die Früchte dieser Arbeit genießen. Der eigene Haushalt gilt der absoluten Mehrheit (93 Prozent) auch für das höhere Alter als attraktivste Wohnform. Immerhin noch 77 Prozent der Österreicher könnten sich vorstellen, in diesem Lebensabschnitt in einer Wohnung in einer betreuten Siedlung zu leben. 
Das Leben im gemeinsamen Haushalt mit jüngeren Familienmitgliedern ist hingegen deutlich weniger interessant (53 Prozent). Mit einer betreuten Wohngemeinschaft oder einer Wohngemeinschaft mit Gleichgesinnten hätten lediglich vier von zehn eine Freude. Selbst die jüngeren Befragten können der Idee einer WG im Alter nicht viel abgewinnen.

Seniorenheim und Senioren WG abgeschlagen

Klares Schlusslicht ist das Seniorenheim, gerade einmal jeder Vierte findet diese Wohnform für das höhere Alter interessant. „Die Akzeptanz alternativer Wohnformen ist keine Frage des Alters oder der Generationen, zeigt die Studie. Wir sehen prinzipiell, dass die junge Generation sich in ihren Wohnwünschen und -entwürfen überraschend wenig von den älteren Generationen unterscheidet“, kommentiert  Christian Nowak, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich.
Frauen begeistern sich übrigens in stärkerem Maße für das Leben im eigenen Haushalt im Alter (57 Prozent sehr interessiert, Männer 52 Prozent) oder für eine Wohnung in einer betreuten Siedlung (35 Prozent, Männer 26 Prozent).

Single-Haushalt kein Negativszenario

Alleine ohne Familie oder Anhang zu leben, erscheint den meisten prinzipiell nicht als Negativszenario, weder im Alter noch davor: Vier von zehn Befragten hätten keine Probleme damit, auch wenn dies nicht dem persönlichen Lebensideal entspricht. Wobei die Ablehnung bei Frauen mit 44 Prozent größer ist als bei Männern (38 Prozent). Knapp ebenso viele könnten sich ein vorübergehendes Single-Leben vorstellen. Für jeden Zehnten stellt der Singlehaushalt überhaupt die ideale Lebensform dar.

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