Schöne Alternativen zu Pulverschnee und Kaminfeuer

16.12.2016 | 18:03 |   (Die Presse)

Was sich in wärmeren Gefilden kaufen und mieten lässt.

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Für die einen hat die schönste Zeit des Jahres gerade erst begonnen: Die Skiresorts haben geöffnet, und in den luxuriösen Winterquartieren oberhalb der Schneefallgrenze werden die Holzscheite in die Kamine gestapelt und die Heizungen der Skischuhhalter eingeschaltet. Für die anderen ist gerade die große Dunkelheit angebrochen, und die Zeit bis zum ersten, ernst zu nehmenden Sonnenuntergang samt Weinglas auf der Terrasse scheint unendlich lang. Abhilfe können hier luxuriöse Winterfluchten schaffen: ein Überblick über Wohnräume der gehobenen Art, die den österreichischen Winter vergessen machen können.

Design auf Teneriffa

Wobei man naturgemäß eine gewisse Anreise in Kauf nehmen muss, aber auch im Rahmen der Mittelstrecke durchaus Orte mit zumindest frühlingshaften Temperaturen – und damit der Option auf besagten Sonnenuntergang samt Weinglas und eigener Terrasse – finden kann. Dazu gehört fraglos Teneriffa mit seinem ganzjährig milden Klima, wo aktuell neue Villen der Architekten Eustaquio Martinez und Virgilio Gutierrez Herreros im luxuriösen Abama-Resort im Süden der Insel fertiggestellt worden sind. Die insgesamt acht Bellevue-Villen haben Wohnflächen zwischen 150 und 165 Quadratmetern und stehen auf 500 bis 600 Quadratmetern großen Grundstücken. Die Grundrisse sehen wahlweise ein oder zwei Stockwerke und zwei oder drei Schlafzimmer vor, außerdem einen privaten Pool samt Terrasse, von der aus der Blick über den vorgelagerten Golfplatz auf das Meer genossen werden kann. Für die Inneneinrichtung zeichnet die spanische Designerin Rita Rosés verantwortlich, die durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien eine spannende Inszenierung geschaffen hat: So finden sich in den Gebäuden unbearbeitete graue Steinböden, dunkles Eichen- und Teakholz, Zimmerdecken aus Kieselsteinen und jede Menge Glasfronten, die für ebenso viel Licht sorgen und als Hommage an Le Corbusier verstanden werden wollen.

Neben den individuellen innenarchitektonischen Besonderheiten der einzelnen Villen stehen den künftigen Besitzern der Häuser aber auch die Angebote des Resorts zur Verfügung. Zu ihnen gehören unter anderem ein 18-Loch-Golfplatz, Tennisplätze, diverse Restaurants – darunter auch zwei mit Michelin-Sternen – sowie ein Ritz-Carlton-Hotel. Zu haben sind die Villen ab 1,65 Millionen Euro, vermarktet werden sie über die Arum-Group.

Einsamkeit vor Costa Rica

Der Gegenentwurf zum Zweitwohnsitz in einem Resort ist der einer nicht minder luxuriösen eigenen Insel, auf der man die Welt und alle Nachbarn im Wortsinn hinter sich lassen kann. Für die Vertreter dieser Fraktion steht derzeit ein komplettes Eiland in der Karibik zum Verkauf: Cayo de Ratones(nein, im Spanischen steht Ratones für Maus, nicht für Ratten) lautet der klingende Name einer Privatinsel vor der Küste Costa Ricas, die zwar einerseits die gewünschte Abgeschiedenheit garantiert, andererseits den Kontakt zu anderen Menschen in nur sechs Bootsminuten möglich macht.

Gute zehn Hektar ist die Insel groß und verfügt über einen kleinen Bootssteg sowie einen Tiefwasseranlegeplatz. Gewohnt wird hier in einem schlichten, eher dem leiseren Luxus zugeneigten Holzhaus mit drei Schlafzimmern, einem Innen- und einem Außenbad. Wobei die Zeit, die man auf der eigenen Karibikinsel innerhalb des Hauses verbringt, ohnehin eine eher überschaubare sein dürfte, denn üppige Mangroven, Dschungelbäume und endlose Sandstrände sowie eine große Terrasse, ein klassischer Pool und Flachwasserpools am Strand bieten genügend Alternativen. Bei der Versorgung mit den Annehmlichkeiten der Zivilisation wird auf die Natur Rücksicht genommen: So gibt es einen 1130-Liter-Trinkwassertank, für Strom sorgen Solarpaneele sowie ein Reservegenerator, und für den Transport von A nach B auf der Insel gibt es ein Strandbuggy. Zu haben ist das Eiland um 1,195 Millionen US-Dollar (rund 1,13 Millionen Euro), angeboten wird es über Vladi Private Island.

Wasservillen im Ressort

Winterflüchter, denen zwar der Gedanke an eine Insel mit Sandstrand und warmem Ozean gefällt, aber jener der Hausbesitzerpflichten weniger, könnten möglicherweise die Häuser im Baros-Resort im Nord-Male-Atoll der Malediven gefallen. Lediglich um die Entscheidung, ob es eine der zehn Pool- beziehungsweise Premium-Pool-Villen (der Pool ist etwas größer) oder eine Villa mit Privatpool und Jacuzzi in erster Strandlage sein soll, muss sich der Gast selbst kümmern. Alternativ dazu kann man sich auch auf eine der 15 Wasser-Pool-Villen auf Stelzen im Ozean samt kleinem Pool stürzen. Ist die Wahl einmal getroffen, werden dem Gast eigentlich alle Mühen des Alltagslebens komplett abgenommen. Wobei die Entscheidung für die richtige Villa keine leichte ist, denn alle sind mit Terrassen, Daybeds, Weinkühlschränken und der Möglichkeit ausgestattet, direkt vom Badezimmer aus in den Ozean einzutauchen. Natürliche Materialien wie Holz, Stein und Palmenblätter sorgen für den klassischen Inselstil, der zur entspannten Atmosphäre beiträgt. Weitere Infos zu den Villen gibt es unter www.baros.com.

Mieten in Afrika

Wenn es zwar gern warm und mit Meeresglitzern sein darf, Baden und Essen aber nicht alles sein soll, ist in der kalten Jahreszeit auch Kapstadt eine Alternative. Die Designhauptstadt 2014 hat auch in Sachen Kultur und Lifestyle jede Menge zu bieten, zudem ist Hochsommer, wenn es bei uns besonders kalt wird. Er lässt sich beispielsweise in der Villa Ellermann entspannt genießen: Die Architektenvilla thront hoch über der Stadt auf dem Grund des Luxushotels Ellermann und bietet neben spektakulären Ausblicken auf die Bucht spannendes, modernes afrikanisches Design. Kein Zimmer der dreistöckigen Villa Two gleicht dem anderen, aber überall finden sich antike Bilder und Skulpturen inmitten von viel Glas, Holz und Stein. In den drei Schlafzimmern finden sechs Personen Platz, der Fitness- und Wellnessbereich kann im Hotel mitbenutzt werden, außerdem steht ein Koch- und Serviceteam zur Verfügung. Vermittelt wird die Villa über Domizile Reisen, zu haben ist sie ab 4000 Euro am Tag. (SMA)


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(Print-Ausgabe, 17.12.2016)

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