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Trend geht zu kleineren Wohnungen

04.01.2017 | 15:39 |   (DiePresse.com)

Das Immobilienportal immobilienscout24 hat die Suchanfragen von 2016 ausgewertet und ist dabei zu interessanten Erkenntnissen gekommen.

Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH 

Die Österreicher haben sich 2016 bei ihrer Suche nach einer neuen Bleibe mit kleineren Wohnungen zufrieden gegeben. Bei Eigentumswohnungen wurden im Schnitt sechs Quadratmeter, bei Mietwohnungen fünf Quadratmeter weniger als noch 2010 gesucht. Das geht aus einer Auswertung von 15 Mio. Suchanfragen der Immobilienplattform immobilienscout24 hervor. 35 Prozent der Immobiliensuchenden haben sich demnach nach einer Eigentumswohnung, 65 Prozent nach einer Mietwohnung umgesehen. Die gewünschte Eigentumswohnung sollte im Schnitt über 88 Quadratmeter verfügen, wofür man bereit war, rund 320.000 Euro zu investieren. Österreichische Mieter suchten hauptsächlich nach Dreizimmerwohnungen mit einer Größe von rund 68 Quadratmetern. Dafür waren sie bereit, monatlich etwa 870 Euro zu berappen.

Salzburger akzeptieren höhere Preise

Am ehesten bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, waren die Salzburger: Rund 1000 Euro würden Salzburgs Wohnungssuchende für die Miete einer 72 Quadratmeter großen Wohnung noch akzeptieren. Die Steirer hingegen sind die Sparmeister Österreichs. Mehr als 650 Euro pro Monat sollte die Miete bei ihnen nicht betragen. Dafür darf es mit durchschnittlich 64 Quadratmetern auch etwas kleiner sein. Ähnlich liegen die gewünschten Mietpreise für Wohnungen im Burgenland. Allerdings bekommt man im östlichsten Teil Österreichs für durchschnittlich 660 Euro Miete immerhin 77 Quadratmeter.

Kärntner bei Eigentum am knausrigsten 

Bei den Eigentumswohnungen meldeten die Burgenländer den höchsten Raumbedarf an. Hier durften es durchschnittlich schon 98 Quadratmeter sein. Mit weniger kommen unter anderem die Vorarlberger aus, nämlich mit 80 Quadratmeter. Mit im Schnitt 92 Quadratmeter recht anspruchsvoll waren auch die Kärntner, wobei sie dafür mit 270.000 Euro die österreichweit geringste Summe ausgeben wollten.

Garage muss nicht sein

Was die Ausstattung der Eigentumswohnung anlangt, gaben sich die Österreicher 2016 tatsächlich eher bescheiden. Jeder Zehnte suchte Terrasse oder Balkon, nur etwa vier Prozent der „Neo-Eigentümer“ hielten nach einer Dachwohnung Ausschau, für gar nur vier Prozent war die Garage ein wichtiger Entscheidungspunkt. Der vorhandene Energieausweis interessierte die wenigsten Immobiliensuchenden: Lediglich 0,1 Prozent fragten danach.