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Teures Mieten? Quadratmeterpreise deutlich gestiegen

07.03.2017 | 13:03 |   (DiePresse.com)

Willhaben-Studie ergibt: Mietwohnungen wurden 2016 im Vergleich zum Vorjahr teurer. Die Bundesländer und Bezirke im Detail.

Bild: (c) imago 

Willhaben hat österreichweit mehr als 200.000 auf der Plattform angebotene Mietwohnungen analysiert und die Preisentwicklung von 2015 auf 2016 ausgewertet. Spitzenreiter beim Preiszuwachs war dabei der Bezirk Imst mit mehr als 10%. Hermagor verzeichnete mit einem Minus von 10,3% den stärksten Rückgang.

Mit durchschnittlich € 18,62 pro Quadratmeter ist der erste Bezirk in Wien weiterhin klarer Spitzenreiter bei Wohnungsmieten in Österreich. Neben Döbling (€ 14,55/m2), Neubau (€ 14,4/m2) und Wieden (€ 14,38/m2) befinden sich auch Innsbruck (€ 16,08/m2) und Salzburg Stadt (€ 14,32/m2) unter den Bezirken mit den höchsten Mietpreisen im Jahr 2016.

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Wiener Bezirke im Detail

In der Bundeshauptstadt Wien zogen die Bezirke Liesing (+5,1 Prozent), Floridsdorf (+4,8 Prozent), Landstraße (+4,2 Prozent) und Meidling (3,4 Prozent) 2016 gegenüber 2015 am stärksten an. Etwas Rückgang verzeichneten hingegen Donaustadt (-0,3 Prozent), Favoriten (-0,5 Prozent), Leopoldstadt (-0,7 Prozent) und Währing (-0,9 Prozent). In absoluten Zahlen bedeutet dies bei durchschnittlichen Monatsmieten in Liesing eine Steigerung von ca. 60 Cent/m2 bzw. einen leichten Rückgang von 12 Cent/m2 in Währing. Insgesamt stiegen in 18 von 23 Bezirken die Preise.

Merklicher Preisanstieg in Tirol

Rund fünf Prozent teurer waren 2016 die Angebotspreise für Mietwohnungen in den Tiroler Bezirken Kitzbühel und Innsbruck. Besonders in Lienz und Imst gab es starke Preis-Zuwächse. Für eine Mietwohnung in Innsbruck lag der angebotene, monatliche Quadratmeterpreis 2016 im Durchschnitt bei rund 16 Euro, in Kitzbühel knapp über 14 Euro.

Stabile Mietpreise in Graz, Leoben zieht an

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mietwohnungen im Bezirk Graz blieb nahezu unverändert. Den stärksten Zuwachs jedoch verzeichnete Leoben: hier stiegen die Durchschnittspreise auf 8,24 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber 2015.

Teilweise rückläufige Entwicklungen in kleineren Städten

Vereinzelt wurden die Wohnungsmieten auch wieder etwas günstiger. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete dabei der Bezirk Hermagor (-10,6 Prozent) in Kärnten, aber auch in Scheibbs und Jennersdorf sowie Hollabrunn und Oberpullendorf ging der Durchschnittspreis pro Mietwohnung zurück.

Teures Niederösterreich - rund um Wien und in Krems

Im flächenmäßig größten Bundesland Österreichs fand man die teuersten Mietwohnungen auch 2016 in Mödling (€ 12,01/m2), gefolgt von Korneuburg (€ 10,88/m2), Baden (€ 10,48/m2) und Krems an der Donau (€ 10,21/m2). Während sowohl in Mödling als auch in Baden die Preise leicht sanken, zogen sie in Korneuburg und Krems an.

Linz am Teuersten in Oberösterreich

Vermieter in Linz erzielten 2016 durchschnittlich 11,02 Euro pro Quadratmeter, exakt 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Linz ist damit auch das teuerste Pflaster in Oberösterreich, gefolgt von Vöcklabruck (€ 10,69/m2) und Gmunden (€ 9,91/m2). Die günstigsten Mieten waren 2016 in Rohrbach (€ 7,47/m2) zu finden. Den stärksten Preisanstieg verzeichneten Mietwohnungen in Steyr-Land (+4,4 Prozent).

Günstigste Mieten im Burgenland

Die günstigsten Mietangebote fanden sich auch 2016 wieder im Burgenland. In Oberpullendorf kostete die Wohnungsmiete durchschnittlich 6,10 Euro pro Quadratmeter. Auf Platz zwei folgt das etwas südlicher gelegene Güssing mit € 6,21/m2.

Bundesland Salzburg weitgehend stabil, Hallein zieht an

Die Wohnungsmieten blieben in Salzburg weitestgehend stabil, einziger Ausreißer ist der Bezirk Hallein mit einem Plus von rund 4,7 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis stieg dort dabei auf 11,45 Euro und näherte sich merklich dem Preisniveau von Mietwohnungen in Salzburg-Umgebung (€ 12,19/m2), wo die Preise nur sehr leicht (0,2%) zulegten.

Kärnten nur teilweise rückläufig

Im Gegensatz zu den rückläufigen Entwicklungen in anderen Teilen Kärntens pendelten sich die Angebote in den Städten 2016 bei rund 10 Euro pro Quadratmeter ein. In Klagenfurt und Villach erzielten Vermieter im Durchschnitt 9,86 bzw. 9,62 Euro pro bewohntem Quadratmeter.